Ebay streicht 800 Stellen: Dritte Entlassungswelle trifft auch deutsche Mitarbeiter
Ebay: 800 Stellen gestrichen, auch in Deutschland betroffen

Ebay streicht 800 Stellen: Dritte Entlassungswelle seit 2023

Der Tech-Riese Ebay hat am Donnerstag angekündigt, weltweit rund 800 Stellen zu streichen. Dies entspricht etwa sechs Prozent der gesamten Vollzeitbelegschaft des Unternehmens. Es handelt sich bereits um die dritte Entlassungswelle seit dem Jahr 2023, was die anhaltenden Umstrukturierungsbemühungen des Online-Marktplatzes unterstreicht.

Positive Zahlen, aber harte Einschnitte

Der Zeitpunkt der Ankündigung überrascht, da Ebay erst vor einer Woche positive Geschäftszahlen für das Jahr 2025 präsentiert hatte. Der Umsatz stieg auf 11,1 Milliarden Dollar (umgerechnet 10,2 Milliarden Euro), was einem Plus von 8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Zudem kündigte der Konzern an, die britische Second-Hand-Plattform Depop für 1,2 Milliarden Dollar vom Konkurrenten Etsy zu übernehmen, um sich stärker auf Second-Hand-Mode und die jüngere Zielgruppe der Generation Z zu konzentrieren. Nach dieser Ankündigung legte die Ebay-Aktie um rund 7 Prozent zu.

Deutsche Mitarbeiter ebenfalls betroffen

Auch in Deutschland sind Beschäftigte von den Stellenstreichungen betroffen. Auf Anfrage erklärte eine Unternehmenssprecherin: „Der Stellenabbau betrifft das gesamte Unternehmen. Grundlage der Entscheidungen sind Anpassungen unseres Organisationsmodells, der Abbau von Doppelstrukturen sowie die Fokussierung auf zukünftige strategische Prioritäten.“ In Deutschland ist Ebay vor allem für private Versteigerungen bekannt, doch die aktuellen Maßnahmen zeigen, dass der Konzern global umstrukturiert.

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Hintergrund der wiederholten Entlassungen

Dies ist nicht die erste Kürzungswelle bei Ebay:

  • Anfang 2024 wurden rund 1000 Stellen gestrichen (etwa 9 Prozent der Belegschaft), begründet mit schneller steigenden Arbeitskosten im Vergleich zum Geschäftswachstum.
  • Anfang 2023 folgte eine weitere Kürzung um etwa 500 Stellen (4 Prozent der Belegschaft), aufgrund eines Rückgangs der Verbraucherausgaben nach dem Online-Shopping-Boom während der Pandemie.
Mit dem aktuellen Stellenabbau reiht sich Ebay in einen branchenweiten Trend ein, zu dem auch Amazon gehört, das Ende Januar weltweit 16.000 Stellen streichen kündigte.

Unternehmensstatement und Unterstützung

Ebay betonte in einer offiziellen Mitteilung: „Wir unternehmen Schritte, um in unser Geschäft zu reinvestieren und unsere Organisationsstruktur an unseren strategischen Prioritäten auszurichten. Wir sind dankbar für die Beiträge der betroffenen Mitarbeiter und verpflichten uns, sie mit Sorgfalt und Respekt zu unterstützen.“ Dennoch bedeutet dies für viele Beschäftigte einen harten Einschnitt durch Kündigungen.

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