Kommentar: Gebt dem Telekom-Chef eine Chance
Gebt dem Telekom-Chef eine Chance

Telekom-Chef Timotheus Höttges will den großen Wurf: einen Zusammenschluss des Dax-Konzerns in Europa mit der lukrativen US-Tochter T-Mobile. Nachdem das Handelsblatt am Montag über die Details der Szenarien berichtete, fiel die T-Aktie zwischenzeitlich um fast sechs Prozent. Das ist übertrieben.

Mut statt Kritik

Was wir in Europa brauchen, ist Mut. Konzernchefs sollten groß denken. Sie sollten auch gezielt Risiken eingehen. Das ist der Weg, um mit den großen Konkurrenten aus den USA und China mitzuhalten. Genau das macht Höttges.

Als Manager hat er den stärksten Telekommunikationskonzern Europas geformt. Er hat es möglich gemacht, dass das US-Team den wertvollsten Mobilfunker der Welt erschaffen konnte. Das war kein Glück. Sondern es war das Ergebnis einer Strategie, die konsequent über Jahre umgesetzt wurde.

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Neue Wettbewerber

Die Welt ist heute eine andere. Die wichtigsten Wettbewerber sind heute weniger Vodafone und Verizon, sondern US-Techkonzerne wie Meta, Google und besonders Elon Musk mit SpaceX und dem Satellitennetzwerk Starlink.

Einfach abwarten ist keine Option. Die Telekom braucht eine Strategie. Schon seit Jahren werden Netzbetreiber von den Tech-Firmen als „dumb pipes“ verlacht, als „dumme Rohre“, die nur Daten transportieren können, aber sonst keinen Mehrwert schaffen.

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