KNDS verschiebt Börsengang wegen schwacher Rüstungsaktien
KNDS verschiebt Börsengang wegen schwacher Aktien

Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS verschiebt seinen geplanten Börsengang. Grund ist das aktuelle schwache Marktumfeld für Rüstungsaktien in Europa, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Eigentlich sollte der Panzerbauer noch vor der Sommerpause an den Börsen in Paris und Frankfurt notiert werden.

Vorbereitungen abgeschlossen, Marktumfeld schwierig

Laut KNDS sind die Vorbereitungen für den Börsengang praktisch abgeschlossen. In Gesprächen mit Investoren habe sich gezeigt, dass diese an die langfristige Strategie des Konzerns glauben. Dennoch entschied man sich, die Börsenpläne erst wieder aufzunehmen, wenn sich das Marktumfeld für Rüstungsaktien in Europa verbessert. Die Branche war zuletzt unter Druck geraten: Der größte Rivale Rheinmetall hatte in den vergangenen Tagen massiv an Wert verloren.

Bewertung nur bei zwölf Milliarden Euro

Die „Financial Times“ berichtete am Dienstagabend, dass wichtige Investoren gegenüber KNDS erklärt hätten, die Bewertung des Unternehmens liege beim Börsengang nur bei rund zwölf Milliarden Euro. Banker hatten zuvor 15 Milliarden Euro für realistisch gehalten. Diese Diskrepanz dürfte maßgeblich zur Verschiebung beigetragen haben.

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Erst vergangene Woche hatte der Bundestag grünes Licht für den Einstieg des Bundes bei KNDS gegeben. Die Bundesregierung kann damit ein Aktienpaket von 40 Prozent von den bisherigen deutschen Eigentümerfamilien übernehmen. Die Kosten für den Anteilserwerb sollen nach SPIEGEL-Informationen bis zu 7,2 Milliarden Euro betragen.

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