Knorr-Bremse trotzt der Industriekrise mit robusten Ergebnissen
Der Münchner Zulieferer für Bremsanlagen, Knorr-Bremse, hat im vergangenen Jahr der allgemeinen Industriekrise erfolgreich widerstanden und seinen Gewinn deutlich gesteigert. Trotz eines minimalen Umsatzrückgangs auf 7,8 Milliarden Euro konnte das Unternehmen seinen Gewinn um 20 Prozent auf 574 Millionen Euro erhöhen. Diese positive Entwicklung ist vor allem auf ein konsequentes Sparprogramm und ein starkes Zuggeschäft zurückzuführen.
Starkes Zuggeschäft und Sparmaßnahmen als Erfolgsfaktoren
Das Geschäft mit Bremsanlagen für Züge verlief 2025 besonders gut und trug maßgeblich zum Gewinnwachstum bei. Gleichzeitig macht sich das eingeleitete Sparprogramm sukzessive bezahlt, was die Profitabilität des Unternehmens stärkte. Finanzchef Frank Weber betont, dass die konsequente Kosten- und Portfoliooptimierung die Basis dieser Entwicklung bildet. „Die Senkung der Fixkosten ist hierbei zentral“, erklärt Weber.
Zweiteilung innerhalb des Unternehmens
Innerhalb von Knorr-Bremse zeigt sich eine klare Zweiteilung der Geschäftsbereiche. Während der Eisenbahn-Bereich stabil aufwärtsgeht, leidet das Geschäft mit Lastwagen seit einiger Zeit unter den unterschiedlichen Entwicklungen in den beiden Branchen. Diese Divergenz schlägt sich als wichtiger Zulieferer direkt auf die Unternehmensperformance nieder.
Positive Aussichten für das laufende Jahr
Für das laufende Jahr plant Knorr-Bremse wieder zu wachsen. Der Umsatz soll auf 8 bis 8,3 Milliarden Euro steigen, und die Profitabilität wird voraussichtlich leicht zulegen. Ein positiver Indikator ist der gestiegene Auftragseingang im vergangenen Jahr, der sich auf 8,4 Milliarden Euro belief. Unternehmenschef Marc Llistosella sieht das Unternehmen auf Erfolgskurs und hebt insbesondere das starke vierte Quartal hervor. „Über die Quartale hinweg haben wir unsere Resilienz kontinuierlich gestärkt – insbesondere das vierte Quartal war außerordentlich stark“, sagt Llistosella.
Portfoliooptimierung als strategischer Schritt
Zudem optimiert Knorr-Bremse weiterhin sein Portfolio, indem es sich von einzelnen Bereichen trennt und in anderen gezielt zukauft. Diese strategischen Anpassungen sollen die Wettbewerbsfähigkeit langfristig sichern und das Wachstum ab 2026 unterstützen. Das Unternehmen positioniert sich damit trotz der aktuellen Herausforderungen in der Industrie als resilienter und zukunftsorientierter Akteur.



