Lego glänzt mit historischen Rekordzahlen und starkem Wachstum
Der dänische Spielzeugriese Lego hat im vergangenen Jahr beeindruckende Zahlen vorgelegt und verzeichnet ein deutliches Milliarden-Wachstum. Mit einem Umsatz von 11,2 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 2,2 Milliarden Euro setzt das Unternehmen seine Erfolgsgeschichte fort. Der Umsatz stieg um 12 Prozent, während der Gewinn sogar um 21 Prozent zulegte.
Die Erfolgsfaktoren hinter den Rekordzahlen
Das Unternehmen mit Sitz in Billund führt den Erfolg auf sein innovatives und umfangreiches Portfolio zurück. Insgesamt stehen den Kunden mittlerweile 860 verschiedene Produkte zur Verfügung. Klassische Serien wie Lego City, Lego Technic und Lego Star Wars bilden nach wie vor das Fundament des Geschäfts. Besonders erfreulich: Der chinesische Markt verzeichnete nach zwei Jahren Stagnation wieder Zuwächse, hauptsächlich durch gesteigerte Absatzmengen und nicht durch Preiserhöhungen.
Neue Produkte und strategische Partnerschaften
Lego setzt zunehmend auf neue Produktlinien und Kooperationen, um das Wachstum weiter anzukurbeln:
- Die Einführung von Lego Botanicals, Lego Icons und digitalen Spielen erweitert das Angebot.
- Formel-1-Sets in Zusammenarbeit mit der Rennserie, darunter ein detailgetreuer McLaren im Maßstab 1:8, fanden großen Anklang.
- Partnerschaften mit Marken wie Nike und Pokémon sollen für zusätzliche Impulse sorgen.
- Eine Kooperation mit dem Metropolitan Museum of Art in New York ermöglicht den Nachbau von Kunstwerken wie Claude Monets "Brücke über einen Seerosenteich".
Statement des Konzernchefs und nachhaltige Initiativen
Konzernchef Niels B. Christiansen zeigte sich sehr zufrieden mit der Rekordleistung und betonte, dass mehr Kindern denn je das Spielen mit Lego-Bausteinen ermöglicht wurde. Ein weiterer positiver Aspekt: Mehr als die Hälfte der Materialien für Lego-Steine bestehen mittlerweile aus erneuerbaren oder recycelten Inhaltsstoffen.
Herausforderungen und zukünftige Pläne
Trotz der Erfolge sieht sich Lego mit Herausforderungen konfrontiert. Der Krieg im Nahen Osten und steigende Energie- sowie Rohstoffpreise könnten langfristig Belastungen bringen. Der Preis für die Rohölsorte Brent ist zeitweise um bis zu 65 Prozent auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Zudem könnten mögliche Zollerhöhungen durch die US-Regierung die Kosten weiter treiben.
Als Reaktion darauf plant Lego die Eröffnung seines ersten US-Werks in Virginia im Jahr 2027, um die Lieferketten zu stabilisieren und Kosten zu optimieren. Für 2026 erwartet das Unternehmen dennoch ein weiteres hohes Umsatzplus, gestützt durch sein vielfältiges Produktangebot und strategische Allianzen.



