Palantir: Rekordquartal treibt Aktie – Anleger sollten vorsichtig sein
Palantir: Rekordquartal treibt Aktie – Vorsicht geboten

Der Datenanalyse-Konzern Palantir hat am Montagabend seine Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt und damit das stärkste Quartal seiner Unternehmensgeschichte verbucht. Zwischen April und Juni stieg der Umsatz auf 1,94 Milliarden Dollar und übertraf damit die Erwartungen der Analysten deutlich. Der Nettogewinn erreichte 1,1 Milliarden Dollar – der höchste Quartalsgewinn, den Palantir jemals erzielt hat. Die Aktie reagierte mit kräftigen Kursgewinnen im nachbörslichen Handel.

Wachstum vor allem aus den USA

Trotz der beeindruckenden Zahlen sollten Anleger die Entwicklung mit Vorsicht genießen, warnt Handelsblatt-Korrespondent Laurin Meyer im Podcast. Das Wachstum komme nämlich überwiegend aus den Vereinigten Staaten, während andere Märkte – insbesondere Europa – deutlich hinterherhinken. Diese geografische Konzentration mache das Unternehmen anfällig für politische und wirtschaftliche Veränderungen in den USA.

Palantir-CEO Alex Karp äußerte sich im Interview zudem kritisch über den Standort Deutschland: „Niemand spricht mehr über Deutschland“, so Karp. Diese Aussage unterstreicht die wachsende Kluft zwischen dem US-Geschäft und den internationalen Aktivitäten des Konzerns.

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Ölkonzerne profitieren vom Irankrieg

Im zweiten Schwerpunkt des Podcasts geht es um die Folgen des Krieges zwischen den USA und dem Iran – diesmal für die Ölkonzerne. Obwohl der Konflikt dazu führte, dass die wichtigste Handelsroute des saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco blockiert war, konnte der größte Ölkonzern der Welt seinen Gewinn im ersten Halbjahr um mehr als 30 Prozent steigern.

Saudi Aramco ist damit nicht allein: Auch BP, Chevron, ExxonMobil, Total Energies und Shell sind profitabler als je zuvor. Die Leiterin des Handelsblatt-Energieteams, Kathrin Witsch, erklärt im Podcast, wie genau Big Oil vom Irankrieg profitiert und was das für Verbraucher bedeutet. Die steigenden Ölpreise infolge des Konflikts haben die Gewinnmargen der Konzerne deutlich erhöht.

Krisenfeste Gewinnmaschinen

Die Ölmultis erweisen sich einmal mehr als krisenfeste Gewinnmaschinen. Doch die Bonanza könnte bald ein Ende haben, wie eine Analyse zeigt. Die hohen Preise könnten langfristig die Nachfrage dämpfen und alternative Energien attraktiver machen. Zudem steigt der politische Druck, die Übergewinne stärker zu besteuern.

Für Verbraucher bedeutet dies zunächst weiterhin hohe Preise an den Tankstellen und bei Heizöl. Die Entwicklung bleibt abzuwarten, doch die Zeichen mehren sich, dass die fetten Jahre für Big Oil nicht ewig anhalten werden.

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