Paramount erhöht Gebot im Bieterkampf um Warner Bros. - Netflix unter Druck
Paramount erhöht Gebot im Bieterkampf um Warner Bros.

Paramount erhöht Gebot im Bieterkampf um Warner Bros. Discovery

Im dramatischen Ringen um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Brothers hat der Konkurrent Paramount mit einem deutlich verbesserten Angebot zurückgeschlagen. Der Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery kündigte an, sich intensiv mit dem überarbeiteten Paramount-Vorschlag zu befassen, um zu prüfen, ob dieser tatsächlich dem bereits angenommenen Netflix-Angebot überlegen sein könnte.

Details des verbesserten Paramount-Angebots

Das Paramount-Konsortium unter Führung der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison erhöhte sein Barangebot für den gesamten Warner Bros. Discovery-Konzern von 30 auf 31 Dollar pro Aktie. Damit liegt der Gesamtwert bei etwa 108,4 Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Netflix plant lediglich den Erwerb des Studio- und Streaminggeschäfts für rund 83 Milliarden Dollar, während die TV-Sender – darunter CNN – in ein separates Unternehmen ausgegliedert werden sollen.

Besonders bemerkenswert sind die zusätzlichen Sicherheiten im Paramount-Angebot:

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  • Eine außergewöhnlich hohe Ausfallzahlung von sieben Milliarden Dollar, falls der Deal an regulatorischen Bedenken scheitern sollte
  • Die Übernahme der 2,8 Milliarden Dollar Vertragsstrafe, die Warner an Netflix zahlen müsste, wenn der bereits vereinbarte Deal aufgelöst wird

Reaktionen und nächste Schritte

Der Warner-Verwaltungsrat hält es laut eigener Mitteilung für durchaus realistisch, dass das Paramount-Angebot als überlegen eingestuft werden könnte. Sollte dies geschehen, hätte Netflix gemäß der bestehenden Vereinbarung vier Tage Zeit für ein Gegengebot.

Netflix-Co-Chef Ted Sarandos versuchte die Bedeutung der neuen Entwicklung herunterzuspielen. Er verwies gegenüber dem Branchenblatt „Variety“ darauf, dass der Streaming-Riese in der Vergangenheit bereits öfter Rückzieher gemacht und andere Unternehmen überteuerte Preise zahlen lassen habe.

Bis auf weiteres hält der Warner-Verwaltungsrat jedoch an seiner Empfehlung fest, das Netflix-Angebot anzunehmen. Die Abstimmung der Aktionäre wurde auf den 20. März festgesetzt.

Politische Dimension und Zukunft von CNN

Der Bieterkampf hat auch eine politische Komponente, insbesondere was den Nachrichtensender CNN betrifft. US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember gefordert, dass CNN bei einem Übernahmedeal auf jeden Fall den Besitzer wechseln müsse. Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Larry Ellison gekauft.

Seit der Übernahme durch die Ellisons hat die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS teilweise einen freundlicheren Ton gegenüber der Trump-Regierung angeschlagen. Kritiker in den USA befürchten daher, dass CNN unter dem Dach von Paramount seine redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.

Chronologie des Bieterkampfs

Die Entwicklung der letzten Monate zeigt die Hartnäckigkeit von Paramount:

  1. Anfang Dezember schlossen Warner und Netflix eine verbindliche Übernahmevereinbarung für Studio- und Streaming-Geschäft
  2. Wenige Tage später wandte sich Paramount direkt an die Warner-Aktionäre mit einem Gesamtangebot
  3. In den vergangenen Wochen arbeitete Paramount intensiv daran, Warner-Bedenken auszuräumen und wieder an den Verhandlungstisch zu kommen
  4. Das aktuelle, verbesserte Angebot stellt nun den bisherigen Höhepunkt dieser Bemühungen dar

Ob das nachgebesserte Paramount-Angebot tatsächlich zu einer neuen Preisrunde in dieser milliardenschweren Bieterschlacht führt, bleibt abzuwarten. Die Entscheidung des Warner-Verwaltungsrats wird in den kommenden Tagen mit Spannung erwartet.

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