Parfümerie-Riese Pieper schließt neun Filialen in Nordrhein-Westfalen
Parfümerie Pieper schließt neun Filialen in NRW

Parfümerie-Riese Pieper schließt neun Filialen in Nordrhein-Westfalen

Die traditionsreiche Parfümeriekette Pieper schließt neun ihrer Filialen in Nordrhein-Westfalen. Das Unternehmen mit Sitz in Herne teilte diese drastische Maßnahme am Mittwoch mit. Pieper ist Deutschlands größte inhabergeführte Parfümeriekette und beschäftigt mehr als 900 Mitarbeiter an insgesamt 122 Standorten in mehreren Bundesländern.

Insolvenzverfahren zwingt zu radikalen Einschnitten

Seit Monaten steckt das Unternehmen in einer tiefen Krise. Bereits im November 2025 wurde das Insolvenzverfahren beantragt. Das Amtsgericht Bochum genehmigte im Februar die Insolvenz in Eigenverwaltung, wodurch das vorläufige Insolvenzverfahren überstanden ist. Nun folgen die ersten konkreten Schritte zur Sanierung.

Von den Schließungen sind ausschließlich Filialen in Nordrhein-Westfalen betroffen. Rund 30 Mitarbeiter verlieren dadurch ihren Arbeitsplatz an diesen Standorten. Das Unternehmen betont jedoch, dass allen betroffenen Mitarbeitern Weiterbeschäftigungsangebote an anderen Pieper-Standorten gemacht werden sollen.

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Diese neun Filialen werden geschlossen

  • Essen (Limbecker Platz)
  • Dinslaken (Neutor Galerie)
  • Duisburg (Forum)
  • Hamm (Westr. 40)
  • Hattingen (Große Weilstr. 23)
  • Mönchengladbach (Stresemannstr. 39)
  • Viersen (Hauptstr. 71)
  • Oberhausen (2 Filialen, Westfield/Centro)

Chef Oliver Pieper: „Entscheidung war nicht leicht“

Geschäftsführer Oliver Pieper erklärt zu den Schließungen: „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Sie ist jedoch notwendig, um das Unternehmen langfristig zu stabilisieren und eine tragfähige Zukunftsperspektive zu schaffen. Unser Fokus liegt darauf, ein wirtschaftlich nachhaltiges Filialnetz zu sichern.“

Ob noch weitere Standorte auf dem Prüfstand stehen, wollte Pieper nicht kommentieren. Der Chef-Sanierer im Unternehmen, Sven Pursche, ergänzt: „Mit der Anpassung des Filialnetzes schaffen wir eine wirtschaftlich tragfähige Basis für die Zukunft.“ Konkret bedeutet dies: Unrentable Standorte werden geschlossen, während die verbleibenden 113 Geschäfte fit für die Zukunft gemacht werden sollen.

Traditionsunternehmen mit fast 100-jähriger Geschichte

Das Unternehmen wurde bereits 1931 in Bochum als Seifengeschäft gegründet. Heute ist die Stadt-Parfümerie Pieper, wie das Unternehmen offiziell heißt, vorwiegend in Nordrhein-Westfalen vertreten. Weitere Standorte gibt es in Niedersachsen, Bremen und Hamburg.

Mehr als 900 Mitarbeiter hatten in den vergangenen Monaten um ihre Jobs gebangt. Ziel des Insolvenzverfahrens ist eine nachhaltige Sanierung und strategische Neuaufstellung des Traditionsunternehmens. In den verbleibenden Filialen läuft der Betrieb vorerst weiter.

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