Parkside: Vom Discounter zur Heimwerker-Marke - Wer steckt wirklich dahinter?
Parkside: Vom Discounter zur Heimwerker-Marke

Parkside: Die Heimwerker-Revolution aus dem Supermarkt

Was als simple Eigenmarke des Discounters Lidl begann, hat sich zu einem festen Bestandteil der Heimwerkerwelt entwickelt. Laut aktuellen Marktanalysen war Parkside im Jahr 2024 die meistverkaufte Do-it-yourself-Marke in ganz Europa. Ob Bohrmaschinen, Stichsägen oder praktische Rasenmäher – die vielseitigen Geräte sind direkt bei Lidl oder dessen Schwesterunternehmen Kaufland zu einem äußerst attraktiven Preis erhältlich.

Vom Discounter zur etablierten Marke

Die Entwicklung von Parkside ist bemerkenswert: Aus einer einfachen Eigenmarke wurde eine feste Größe in der Heimwerker-Szene. Eine Studie des renommierten Marktforschungsinstituts Euromonitor bestätigt, dass Parkside mittlerweile zu den führenden DIY-Marken Europas zählt. Vertrieben werden die Produkte ausschließlich über Lidl und Kaufland, beides Tochterunternehmen der mächtigen Schwarz-Gruppe. Auch online sind die Werkzeuge mittlerweile verfügbar, inklusive umfangreichem Ersatzteil- und Zubehörsortiment.

Der große Vorteil für Verbraucher: Der mühsame Gang zum Baumarkt entfällt, denn Bohrer, Stichsägen und sogar leistungsstarke Rasenmäher finden Heimwerker direkt im Supermarktregal. Diese bequeme Verfügbarkeit hat maßgeblich zum Erfolg der Marke beigetragen.

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Zielgruppe: Vom Einsteiger bis zum Hobby-Heimwerker

Parkside selbst beschreibt seine Werkzeuge als „technisch hochwertige und zugleich preiswerte Alternative“ zu etablierten Marken. Die Geräte richten sich bewusst an alle, „die gerne zum Werkzeug greifen“ – also vom kompletten Neuling bis zum erfahrenen Hobby-Heimwerker. Qualitativ positioniert sich die Marke im oberen Bereich des nicht-professionellen Segments.

Das Sortiment ist beeindruckend umfangreich: Es umfasst Elektrowerkzeuge aller Art, Gartengeräte, Malerbedarf und sogar größere Maschinen wie Rasenmäher, Kettensägen oder Hochdruckreiniger. Sogar Nischenprodukte wie Oberfräsen oder moderne Mähroboter finden sich im Angebot. Ergänzt wird das Portfolio durch die eigene Profi-Linie Parkside Performance, die mit stärkerer Leistung punkten möchte – ob diese für den harten Baustellen-Alltag ausreicht, bleibt allerdings offen.

Das Geheimnis der Produktion

Offiziell gehört die Marke zur Lidl Stiftung & Co. KG, doch die eigentliche Produktion liegt in anderen Händen. Sowohl Bosch als auch Einhell haben eine direkte Verbindung zu Parkside ausgeschlossen. Auffällig häufig fällt in diesem Zusammenhang jedoch der Name Grizzly Tools, auf deren Website zeitweise sogar eine eigene Parkside-Kategorie zu finden war. Auch der Hersteller Scheppach wird regelmäßig genannt.

Eine Pressemitteilung von Lidl aus dem Jahr 2021 nennt Grizzly explizit als Produktionspartner, während eine Anfrage bei Scheppach unbeantwortet blieb. Parkside selbst gibt an, dass die „Sortimentsfestlegung, Produktspezifikation und Qualitätssicherung“ bei der Marke liegen – gefertigt wird jedoch bei wechselnden Partnern, häufig im asiatischen Raum, wie Brancheninsider vermuten. Aufmerksame Kunden können den jeweiligen Hersteller oft direkt auf der Verpackung finden.

Das Akkusystem: Praktisch, aber exklusiv

Parkside setzt wie viele Hersteller auf ein eigenes Akkusystem, vor allem im 20-Volt-Bereich. Der praktische Vorteil: Ein Akku, ein Ladegerät für alle kompatiblen Geräte. Der Nachteil: Die Akkus passen ausschließlich in Parkside-Produkte. Eine Kompatibilität zu etablierten Systemen von Bosch, Gardena oder Makita besteht nicht. Ob sie mit manchen Geräten von Grizzly oder Scheppach funktionieren, ist nicht offiziell bestätigt.

Tests bestätigen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Verschiedene unabhängige Tests, unter anderem von myHOMEBOOK, bescheinigen Parkside ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis. In Sachen Akkuleistung schnitten die Geräte sogar bei Stiftung Warentest überraschend gut ab. Für den durchschnittlichen Heimwerker und Gartenbesitzer sind die Parkside-Produkte durchaus zu empfehlen.

Fazit: Nur wer täglich und intensiv mit Werkzeugen arbeitet, greift wahrscheinlich doch eher zur Profi-Marke – zahlt dafür aber auch deutlich mehr. Für den gelegentlichen Heimwerker-Einsatz bietet Parkside eine überzeugende Alternative, die ihren Ursprung im Supermarktregal nie verleugnet hat, aber längst darüber hinausgewachsen ist.

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