Teuerste Knabberei der Welt: Pokémon-Chip für 76.000 Euro versteigert
Ein unscheinbarer Käse-Mais-Chip hat es zu weltweiter Berühmtheit gebracht. Bei einer Auktion im März 2025 erzielte ein „Cheetos“-Chip, der zufällig die Form des beliebten Pokémon Glurak aufweist, die unglaubliche Summe von 76.000 Euro. Damit sicherte sich das kuriose Sammlerstück einen Eintrag im aktuellen „Guinnessbuch der Rekorde“ als teuerster Chip aller Zeiten.
Die Auktion der Superlative
Versteigert wurde der außergewöhnliche Chip bei „Goldin Auctions“, einem zum Ebay-Konzern gehörenden Auktionshaus. Der Auktionator Ken Goldin, bekannt aus der Netflix-Show „King of Collectibles“, leitete die Versteigerung. Insgesamt gingen 60 Gebote ein, die bei bescheidenen 250 Dollar starteten und sich bis auf 87.840 Dollar steigerten – umgerechnet etwa 76.000 Euro. Der Käufer bleibt bis heute anonym.
Der etwa 8 Zentimeter lange Chip der Sorte Flamin‘ Hot ist auf einer individuell gestalteten Pokémon-Karte befestigt und in einer transparenten Sammelbox versiegelt. Entdeckt wurde er ursprünglich zwischen 2018 und 2022 von „1st & Goal Collectibles“. Ende 2024 gewann der Chip auf Social-Media-Plattformen stark an Popularität, was den Weg für die spektakuläre Versteigerung ebnete.
Absurde Gewinnspanne für den Vorbesitzer
Der vorige Besitzer Paul Bartlett hatte den „Cheetos“-Chip auf Ebay für lediglich 350 Dollar (etwa 300 Euro) erworben. Mit dem Verkaufserlös von 76.000 Euro erzielte er einen atemberaubenden Gewinn von 25.000 Prozent. Diese Zahlen unterstreichen den Sammlerwert von einzigartigen Kuriositäten in der heutigen Zeit.
„Cheetozard“ erobert das Guinnessbuch
Der Chip trägt den kreativen Namen „Cheetozard“ – eine Kombination aus der Marke „Cheetos“ und „Charizard“, der englischen Bezeichnung für das Pokémon Glurak. Diese besondere Form, die verblüffend an das Drachen-Pokémon aus der ersten Generation der Pokémon-Spiele erinnert, war der ausschlaggebende Faktor für den Rekordpreis.
Stolz präsentierte Ken Goldin das offizielle Zertifikat des „Guinnessbuchs der Rekorde“, das den „Cheetozard“ als teuersten Chip aller Zeiten auszeichnet. Im aktuellen Guinnessbuch von 2026 findet sich der Eintrag neben anderen außergewöhnlichen Weltrekorden.
Dieser Fall zeigt eindrucksvoll, wie Alltagsgegenstände durch besondere Formen oder Zufälle zu begehrten Sammlerobjekten werden können. Die Grenzen zwischen Knabberei und Kunst verschwimmen dabei zunehmend, besonders wenn Pokémon-Nostalgie und Sammlerleidenschaft aufeinandertreffen.



