Die Deutsche Post hat ihre Gewinnprognose für das laufende Jahr angehoben. Dank des boomenden Expressgeschäfts und anderer positiver Faktoren erwartet der Bonner Logistikkonzern nun ein operatives Ergebnis (Ebit) von mehr als 6,5 Milliarden Euro – 300 Millionen Euro mehr als bislang prognostiziert. Das gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt.
Expressgeschäft als Wachstumstreiber
Im zweiten Quartal steigerte die Post den Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahr um über zehn Prozent. Das operative Ergebnis legte sogar um 29 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro zu. Besonders das Expressgeschäft, also zeitkritische Sendungen, entwickelte sich dynamisch. Auch das Frachtgeschäft und andere Logistikdienste trugen zum Erfolg bei.
„Der Konzern profitiert von der starken Nachfrage nach internationalen Express- und Logistiklösungen“, erklärte ein Sprecher. Die positive Entwicklung sei breit gestützt.
Inlandsgeschäft bleibt schwach
Im heimischen Stammgeschäft, der Beförderung von Briefen und Paketen in Deutschland, verbuchte die Post hingegen weiterhin Rückgänge. Dieses Segment entwickelt sich seit längerem schwächer und bremst das Gesamtwachstum. Der Konzern setzt daher verstärkt auf internationale Aktivitäten.
Die Deutsche Post will sich im September in DHL umbenennen, um die globale Ausrichtung zu unterstreichen. Der Konzern beschäftigt weltweit rund 600.000 Mitarbeiter.



