Puma stürzt 2025 mit massivem Verlust in die roten Zahlen
Der deutsche Sportartikelhersteller Puma ist im vergangenen Jahr tief in die Verlustzone gerutscht und verzeichnete einen erheblichen finanziellen Einbruch. Nach einem Gewinn von 280,7 Millionen Euro im Vorjahr steht für das Jahr 2025 im fortgeführten Geschäft ein Fehlbetrag in Höhe von 643,6 Millionen Euro zu Buche. Das Unternehmen mit Sitz in Herzogenaurach teilte diese besorgniserregenden Zahlen mit, die die anhaltenden Schwierigkeiten der Nummer zwei der deutschen Sportartikelbranche unterstreichen.
Umsatzeinbruch und belastende Faktoren
Der Umsatz von Puma brach im vergangenen Jahr um 13,1 Prozent auf knapp 7,3 Milliarden Euro ein, was den dramatischen Rückgang der Geschäftsperformance verdeutlicht. Dabei wurden die Ergebnisse durch mehrere belastende Faktoren beeinflusst. Kosten für das laufende Restrukturierungsprogramm sowie umfangreiche Abschreibungen, die überwiegend im vierten Quartal verbucht wurden, drückten das Ergebnis erheblich. Als Konsequenz strich Puma die Dividende für die Aktionäre, ein Schritt, der die finanzielle Notlage des Unternehmens unterstreicht.
Restrukturierungsmaßnahmen unter neuem Chef
Unter der Führung des neuen Chefs Arthur Hoeld hat Puma im dritten Quartal einen umfassenden Konzernumbau angestoßen. Dieser Umbau sieht eine Konzentration auf Kernsportarten, eine Reduzierung der Produktpalette und den Ausbau des Direktgeschäfts mit den Konsumenten vor. Zu den geplanten Maßnahmen gehören:
- Abbau von Lagerbeständen zur Optimierung der Logistik
- Schließung unrentabler Läden zur Kostensenkung
- Stellenstreichungen zur Effizienzsteigerung
Ausblick für die kommenden Jahre
Für das Jahr 2026 hat Puma das Ziel ausgegeben, wieder den Weg in Richtung Wachstum einzuschlagen. Das Unternehmen erwartet, dass die positiven Effekte der Restrukturierung erst im Jahr 2027 vollständig eintreten werden. Dieser langfristige Plan zeigt, dass die aktuellen Verluste als Teil eines schmerzhaften Transformationsprozesses betrachtet werden, der notwendig ist, um die Wettbewerbsfähigkeit in einem hart umkämpften Markt wiederherzustellen. Die Branche beobachtet gespannt, ob Puma mit diesen Maßnahmen die Trendwende schaffen kann.



