Standort Deutschland: Unternehmen trauen sich nichts mehr, warnt Monopolkommission
Standort Deutschland: Unternehmen trauen sich nichts mehr

Der Chef der Monopolkommission, Tomaso Duso, hat die Unternehmen in Deutschland scharf kritisiert. In einem Interview mit dem SPIEGEL sagte er, dass die Firmen sich nichts mehr trauten und dies ein wesentlicher Grund dafür sei, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb zurückfalle. Der Standort Deutschland habe zwar ein Problem, aber die Politik sei nicht allein verantwortlich. Duso forderte ein Umdenken in der gesamten Wirtschaft.

Unternehmen zögern bei Investitionen

Duso betonte, dass viele Unternehmen trotz guter Auftragslagen und hoher Gewinne zögerten, in neue Technologien oder Kapazitäten zu investieren. „Wir lindern Symptome, statt die Ursachen anzugehen“, sagte er mit Blick auf die staatlichen Subventionen und Hilfsprogramme. Die mangelnde Risikobereitschaft der Firmen führe dazu, dass Deutschland den Anschluss an die weltweite Spitze verliere.

Strukturelle Probleme und Bürokratie

Der Ökonom verwies auf strukturelle Probleme wie übermäßige Bürokratie, hohe Energiekosten und Fachkräftemangel. Diese Faktoren trügen zur Verunsicherung bei. Allerdings sei es auch Aufgabe der Unternehmen, sich anzupassen und mutiger zu agieren. „Die Politik kann nur den Rahmen setzen, die Unternehmen müssen ihn füllen“, so Duso.

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Appell an die Wirtschaft

Die Monopolkommission, die die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen berät, sieht dringenden Handlungsbedarf. Duso forderte die Unternehmen auf, mehr in Forschung und Entwicklung zu investieren und digitale Geschäftsmodelle voranzutreiben. „Deutschland darf nicht in der Vergangenheit verharren“, warnte er. Der Standort Deutschland sei gefährdet, wenn nicht alle Akteure an einem Strang zögen.

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