Volkswagen steht vor einem beispiellosen Umbau. Ein geheimer Rettungsplan, der BILD vorliegt, sieht drastische Einschnitte vor: Bis zu 140.000 Arbeitsplätze könnten wegfallen, mehrere Marken und jedes zweite Modell stehen auf dem Prüfstand. Intern ist sogar von einer „existenzbedrohenden Situation“ die Rede.
Hintergrund des Krisenplans
Der Konzern kämpft mit massiven Kostenproblemen, verschärft durch die Transformation zur Elektromobilität und schwache Absatzzahlen. Der geplante Sparkurs umfasst ein Volumen von 50 Milliarden Euro. Betroffen sind nicht nur die Kernmarke VW, sondern auch Töchter wie Audi, Seat, Škoda und Porsche. Laut BILD-Informationen sollen Werke geschlossen, Modelle eingestellt und Tausende Managementstellen gestrichen werden.
Welche Marken und Modelle betroffen sind
Intern wird diskutiert, ganze Marken abzustoßen oder mit anderen zu fusionieren. Auch jedes zweite Modell könnte wegfallen – vor allem Verbrenner, die keine ausreichenden Margen mehr erwirtschaften. Besonders hart trifft es die Volumenmarken, aber auch Nischenmodelle von Audi und Porsche stehen auf dem Prüfstand.
Auswirkungen auf die Arbeitsplätze
Die Zahl von 140.000 betroffenen Arbeitsplätzen übersteigt frühere Annahmen deutlich. Bisher war von 30.000 bis 40.000 Stellen die Rede. Der Abbau soll über Abfindungen, Vorruhestand und betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Betriebsrat und IG Metall haben bereits Widerstand angekündigt.
Reaktionen und Ausblick
Ein VW-Sprecher wollte den Plan nicht kommentieren, verwies aber auf laufende Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern. Analysten sehen den Schritt als überfällig, warnen jedoch vor sozialen Verwerfungen. Die Entscheidungen sollen bis Ende 2026 fallen.



