Der US-Finanzinvestor Bain Capital hat sich im Bieterwettstreit um den Schiffs- und Kraftwerksmotorenbauer Everllence durchgesetzt. Volkswagen bestätigte in der Nacht Informationen des Handelsblatts, wonach Bain 7,4 Milliarden Euro für 51 Prozent der VW-Tochter zahlt. Volkswagen bleibt mit 49 Prozent beteiligt.
Milliardenschwere Transaktion
Neben Bain hatten sich auch CVC, das Konsortium um EQT, die Porsche SE sowie Staatsfonds aus Katar und Singapur um das Unternehmen bemüht. Everllence, ehemals MAN Energy Solutions, produziert Schiffs- und Kraftwerksmotoren sowie Großwärmepumpen und profitiert von der hohen Nachfrage nach Energieinfrastruktur. Die Bewertung des Augsburger Unternehmens stieg im Bieterprozess kontinuierlich.
Bewertung und Erlös
Ende Mai hatte Volkswagen Everllence mit rund 3,4 Milliarden Euro in den Büchern stehen. Insider bezifferten den Wert zuletzt auf rund 8,5 Milliarden Euro. Der Erlös setzt sich aus dem Verkauf des Anteils, der Neubewertung und der erwarteten Verschuldung nach der Leveraged-Buy-out-Transaktion zusammen. Über die Verwendung des Geldes soll später entschieden werden.



