21 Prozent der Deutschen können sich keine Urlaubsreise leisten
21% der Deutschen: Kein Geld für Urlaubsreise

Knapp ein Fünftel der Menschen in Deutschland muss in diesem Sommer auf eine einwöchige Urlaubsreise verzichten. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, können sich 21 Prozent der Bevölkerung keine solche Reise leisten. Besonders häufig betroffen sind Alleinstehende und Alleinerziehende. Im europäischen Vergleich schneidet Deutschland dennoch überdurchschnittlich gut ab: Im EU-Durchschnitt liegt der Anteil bei 28 Prozent.

Einkommen entscheidend für Urlaubsmöglichkeit

„Ob genügend Geld für einen Urlaub da ist, hängt erwartungsgemäß stark vom Einkommen ab“, erklärt das Statistikamt. Beim einkommensschwächsten Fünftel der Bevölkerung mit einem monatlichen Nettoäquivalenzeinkommen von rund 1600 Euro gab fast die Hälfte (48 Prozent) an, sich keine einwöchige Urlaubsreise leisten zu können. Bei der nächsthöheren Einkommensgruppe bis 2100 Euro waren es 28 Prozent. Zum Vergleich: Ein Nettoäquivalenzeinkommen von 1600 Euro entspricht bei einem Haushalt mit zwei Erwachsenen einem Haushaltsnettoeinkommen von 2400 Euro, bei zwei Erwachsenen und einem Kind unter 14 Jahren rund 2900 Euro pro Monat.

Alleinerziehende besonders stark belastet

Besonders häufig betroffen sind Alleinlebende: 29 Prozent von ihnen können sich keinen einwöchigen Urlaub leisten. In Alleinerziehenden-Haushalten liegt der Anteil sogar bei 39 Prozent. Die Daten stammen aus der europäischen Gemeinschaftsstatistik über Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC). Die Ergebnisse für 2025 basieren auf einer Hochrechnung aus der Befragung 2022. Als Kinder gelten in dieser Statistik auch 18- bis 24-Jährige, sofern sie ökonomisch abhängig sind.

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Große Unterschiede in der EU

Zwischen den EU-Staaten zeigen sich deutliche Unterschiede. Am häufigsten gaben Menschen in Rumänien (61 Prozent), Griechenland (47 Prozent) sowie Bulgarien und Ungarn (je 39 Prozent) an, sich keinen Urlaub leisten zu können. Am seltensten betroffen war die Bevölkerung in Luxemburg (elf Prozent), Schweden (zwölf Prozent) und den Niederlanden (13 Prozent). In Deutschland liegt der Wert mit 21 Prozent unter dem EU-Durchschnitt von 28 Prozent.

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