Mit einer gemeinsamen Aktionswoche wollen fünf Bundesländer ältere Menschen besser vor Betrugsmaschen wie Schockanrufen, Enkeltrick und Internetbetrug schützen. Beteiligt sind Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ziel ist es, die Zahl der Opfer und die entstehenden Vermögensschäden zu reduzieren.
Geplante Veranstaltungen für Menschen ab 50 Jahren
Laut einer Mitteilung sind in dieser Woche Veranstaltungen und Aktionen speziell für Menschen ab 50 Jahren geplant. Diese sollen „direkt und persönlich über die perfiden Methoden der Täterinnen und Täter aufgeklärt werden“. Die Aktionswoche geht auf eine Initiative von Sachsen-Anhalt zurück.
„Ziel ist es, nicht nur potenzielle Betroffene, sondern auch Familienmitglieder und Bekannte zu sensibilisieren, um den betrügenden Personen das Handwerk zu erschweren“, hieß es weiter. Die Polizei setzt dabei auf persönliche Gespräche und Informationsmaterial, um die Senioren zu erreichen.
Steigende Fallzahlen bei Schockanrufen und Enkeltrick
Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Fälle sogenannter Schockanrufe und Enkeltrickbetrugsdelikte massiv an. Auch Betrug im Internet zum Nachteil älterer Menschen nahm zu. „Den Betroffenen entstehen immer höhere Vermögensschäden“, so die Mitteilung. Die Polizei beobachtet eine Professionalisierung der Täter, die immer neue Maschen entwickeln.
Die Aktionswoche soll dazu beitragen, dass ältere Menschen die Warnsignale erkennen und im Zweifel die Polizei informieren. Die Behörden appellieren an Angehörige, mit ihren älteren Verwandten über die Betrugsmethoden zu sprechen.



