Im polnischen Ostsee-Badeort Kolberg sorgt ein ungewöhnliches Verbotsschild auf einer öffentlichen Toilette in der Nähe des Leuchtturms für Diskussionen. Die Botschaft ist eindeutig: „Füße waschen strengstens verboten. Sand verstopft die Abwasserleitungen. Bei Verstoß droht eine Geldstrafe!“
Entdeckung durch polnischen Journalisten
Der polnische Journalist Michal Cessanis entdeckte das kuriose Schild, als er eine öffentliche Toilette nahe des Leuchtturms aufsuchte. Er teilte seine Entdeckung in den sozialen Medien, wo sie schnell für Aufsehen sorgte. Viele Strandbesucher nutzen offenbar die Waschbecken der Toilette, um sich nach einem Spaziergang am Strand den Sand von den Füßen zu spülen – eine Praxis, die die Behörden nun mit dem Verbot unterbinden wollen.
Hohes Bußgeld bei Verstoß
Auf dem Schild selbst wird keine genaue Höhe der Strafe genannt. Cessanis erkundigte sich jedoch bei der städtischen Touristeninformation und erfuhr: Bei Verstoß droht ein Bußgeld von 500 Złoty, umgerechnet etwa 116 Euro. Eine saftige Strafe für das schlichte Waschen der Füße. Wie die Überwachung des Verbots erfolgen soll, ist bislang unklar.
Alternative Lösungen gefordert
Sowohl Cessanis als auch zahlreiche Nutzer in den Kommentaren sind sich einig: Statt eines Verbots mit hohen Strafen wären Wasserhähne am Strand sinnvoller. Diese könnten es Besuchern ermöglichen, beim Verlassen des Strandes den Sand von den Füßen zu waschen, wie es an vielen anderen Orten üblich ist. Die Diskussion zeigt, dass die Stadtverwaltung möglicherweise nach praktikableren Lösungen suchen sollte, um die Abwasserleitungen zu schützen, ohne die Strandbesucher zu verärgern.



