Eine aktuelle Allensbach-Studie im Auftrag von Heimstaden Germany offenbart überraschende Ergebnisse: Die tägliche Parkplatzsuche verärgert deutsche Mieter mehr als die Höhe ihrer Miete. Während 40 Prozent der Befragten die Parkplatzsuche als belastend empfinden, geben nur 37 Prozent an, mit der Miethöhe unzufrieden zu sein. Noch häufiger genannt wird der hohe Energieverbrauch der Wohnung mit 42 Prozent.
Wohnkosten belasten jeden Zweiten
Jeder zweite Mieter (52 Prozent) leidet unter den Kosten für die Wohnung. In den sieben größten deutschen Städten steigt dieser Anteil auf 67 Prozent. Besonders betroffen sind Neumieter ohne Altvertrag: 60 Prozent von ihnen fühlen sich stark belastet. Die Schmerzgrenze liegt laut Studie bei 40 Prozent des Einkommens – 80 Prozent der Befragten sehen diese Grenze erreicht.
Die durchschnittliche Warmmiete beträgt bei den 1057 mündlich-persönlich Befragten 807 Euro pro Monat. Im Vergleich zu 2016 (673 Euro) stieg sie um knapp 20 Prozent. Die Lebenshaltungskosten legten im selben Zeitraum sogar um 28 Prozent zu.
Weniger Umzüge, mehr Wünsche
Die Wohnungsnot zeigt deutliche Folgen: Immer seltener rollen Umzugswagen. Jeder Fünfte lebt bereits länger als 20 Jahre in seiner Wohnung (2019: 18 Prozent). Nur 26 Prozent sind in den letzten fünf Jahren eingezogen (2016: 40 Prozent).
Trotz hoher Belastung wären viele Mieter bereit, für Modernisierungen mehr zu zahlen. Auf der Wunschliste stehen eine bessere Energieeffizienz und ein vollsaniertes Bad. Nur jeder Zehnte interessiert sich für Aufzug, Klimaanlage, Fußbodenheizung oder elektrische Rollläden. Jeder Zweite lehnt solche Extras grundsätzlich ab.
Nahversorgung entscheidend
Fast allen Mietern ist ein kurzer Weg zum Supermarkt wichtig. Ärzte und Apotheken in der Nähe folgen dicht dahinter. Nur 14 Prozent hoffen auf eine Kirche in der Nachbarschaft.



