Viele Hobbygärtner kennen das Problem: Mit der Zeit sammeln sich mehr Pflanzen an, als dauerhaft Platz finden. Ableger wachsen heran, Töpfe werden geteilt oder die Sammlung wird einfach zu groß. Statt gut erhaltene Exemplare in der Biotonne zu entsorgen, lohnt es sich, sie weiterzugeben. So finden sie ein neues Zuhause und bereiten anderen noch lange Freude.
Schnell Abnehmer in der Nähe finden
Am einfachsten funktioniert das über die Nachbarschaft, erklärt myHOMEBOOK (gehört ebenfalls zu Axel Springer). Plattformen wie nebenan.de, regionale Facebook-Gruppen oder Kleinanzeigen bieten oft innerhalb kurzer Zeit Interessenten. Pflanzen können verschenkt oder gegen einen kleinen Betrag abgegeben werden. Der Vorteil ist, dass meist die neuen Besitzer die Abholung übernehmen – bei größeren Pflanzen oft sogar inklusive Ausgraben.
Auch Pflanzentauschbörsen, Gartenmärkte sowie Schulen, Kitas, Gemeinschaftsgärten oder Kleingartenvereine freuen sich mitunter über Stauden, Kräuter oder Obstgehölze. Vorher sollte jedoch immer nachgefragt werden, ob Bedarf besteht.
Pflanzen verkaufen – nur begrenzt möglich
Wer Pflanzen verkaufen möchte, kann dafür häufig dieselben Plattformen nutzen. Allerdings erlauben nicht alle Anbieter den Handel mit lebenden Pflanzen. Bei Vinted sind sie beispielsweise ausdrücklich ausgeschlossen. Gelegentliche Verkäufe aus dem eigenen Garten sind in der Regel unproblematisch. Wer jedoch regelmäßig mit Gewinnabsicht Pflanzen verkauft, kann als gewerblich gelten. Auch der Pflanzenpass spielt normalerweise erst im gewerblichen Handel eine Rolle. Bei Unsicherheiten oder größeren Mengen lohnt sich eine Nachfrage bei der Gemeinde.
Wenn niemand die Pflanze möchte
Findet sich kein Abnehmer, lassen sich gesunde Pflanzen oft noch sinnvoll verwerten. Gehäckseltes Material eignet sich für Kompost oder als Mulch. Äste können als Totholzhaufen Lebensraum für Igel, Käfer und Vögel bieten oder als Rankhilfe und Flechtmaterial dienen.
Kranke Pflanzen richtig entsorgen
Ist eine Pflanze von Pilzen oder Schädlingen befallen, gehört sie in die Biotonne – oder in den Restmüll. Auch invasive Arten wie Drüsiges Springkraut oder Staudenknöterich gehören nicht auf den Kompost, da sie sich weiter ausbreiten können. Große Wurzelballen oder sperrige Gehölze nimmt in der Regel der Wertstoff- oder Recyclinghof an.



