Rathausplatz-Sprühnebel: Wasser-Debatte in Augsburg
Sprühnebel am Rathausplatz: Wasser-Debatte

Die Sprühnebel-Anlage auf dem Augsburger Rathausplatz sorgt für heiße Diskussionen. Täglich werden dort rund 1.000 Liter Wasser vernebelt, um Passanten bei hohen Temperaturen abzukühlen. Kritiker halten das angesichts zunehmender Trockenheit für verschwenderisch, während die Stadtverwaltung auf die gesundheitliche Wirkung verweist.

Wasserverbrauch im Fokus

Die Anlage läuft bei Temperaturen über 25 Grad Celsius und versprüht feinste Tröpfchen. Laut Stadt Augsburg werden dabei pro Tag etwa 1.000 Liter Wasser verbraucht. Bei einer Hitzewelle können es auch mehr sein. Diese Menge entspricht ungefähr dem täglichen Wasserverbrauch von fünf bis sechs Haushalten.

„Dort wird ohne Ende Wasser verschwendet“, kritisiert ein Anwohner, der anonym bleiben möchte. Er fordert, die Anlage nur zu bestimmten Zeiten zu betreiben oder ganz abzuschalten. Andere Bürger schließen sich an und verweisen auf die anhaltende Trockenheit in der Region.

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Stadt verteidigt Projekt

Die Stadt Augsburg sieht das anders. „Die Sprühnebel-Anlage ist ein wichtiger Beitrag zur Hitzeminderung in der Innenstadt“, erklärt ein Sprecher. Gerade für ältere Menschen und Kinder sei die Abkühlung wichtig. Zudem werde das Wasser aus der Trinkwasserversorgung entnommen, die ausreichend dimensioniert sei.

Die Anlage wurde im Sommer 2023 installiert und kostete rund 50.000 Euro. Sie ist Teil eines Konzepts, um die Stadt an heißen Tagen erträglicher zu machen. Ähnliche Anlagen gibt es auch in anderen Städten wie München oder Nürnberg.

Kritik wird lauter

In den sozialen Medien und bei Bürgerversammlungen wird die Debatte hitzig geführt. Eine Online-Petition zur Abschaltung hat bereits über 500 Unterschriften gesammelt. Die Initiatoren argumentieren, dass das Wasser für Bäume oder Grünflächen wichtiger wäre.

Die Stadtverwaltung verspricht jedoch, die Anlage regelmäßig zu überprüfen und den Betrieb an die Wetterlage anzupassen. „Wir beobachten die Situation genau“, so der Sprecher. „Sollte es zu einer akuten Wasserknappheit kommen, werden wir reagieren.“

Ausblick

Bis dahin bleibt die Anlage in Betrieb. Ob sie dauerhaft bleibt, hängt auch von der weiteren Entwicklung der Sommertemperaturen ab. Die Stadt will im Herbst eine Bilanz ziehen und über die Zukunft entscheiden.

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