Urlaubszeit ist Einbruchszeit. Jährlich werden tausende Haushalte in Deutschland Opfer von Einbrechern, die die Abwesenheit der Bewohner ausnutzen. BILD-Reporter Harald Perlinger hat im Selbstversuch getestet, wie leicht es ist, in ein vermeintlich sicheres Zuhause einzudringen, und gibt wertvolle Tipps, um Ihr Eigentum zu schützen.
Die häufigsten Einbrecher-Tricks
Einbrecher agieren oft überraschend schnell und nutzen einfache Methoden. Dazu gehören das Aufhebeln von Fenstern und Türen, das Einschlagen von Glasscheiben oder das Manipulieren von Schlössern. Besonders beliebt sind Terrassentüren, die oft nur mit einem einfachen Schließmechanismus gesichert sind. Laut Polizeistatistik dauert ein Einbruch im Durchschnitt nur wenige Minuten.
Selbstversuch zeigt Sicherheitslücken auf
Im Selbstversuch demonstriert Perlinger, wie ein Einbrecher vorgeht. Mit einem einfachen Schraubenzieher öffnet er innerhalb von Sekunden eine ungesicherte Terrassentür. „Es ist erschreckend, wie schnell das geht“, sagt Perlinger. „Viele Haushalte unterschätzen die Risiken und setzen auf unzureichende Sicherheitsmaßnahmen.“
Effektive Schutzmaßnahmen für Ihr Zuhause
Um Einbrüche zu verhindern, empfiehlt die Polizei mehrere Maßnahmen:
- Installieren Sie Sicherheitsschlösser an Fenstern und Türen.
- Nutzen Sie Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren, um Anwesenheit vorzutäuschen.
- Lassen Sie Wertgegenstände nicht offen sichtbar liegen.
- Informieren Sie Nachbarn über Ihre Abwesenheit, damit sie ein Auge auf Ihr Haus haben.
Was tun im Ernstfall?
Sollten Sie dennoch Opfer eines Einbruchs werden, ist wichtig: Betreten Sie die Wohnung nicht, sondern verständigen Sie sofort die Polizei. Berühren Sie nichts, um Spuren zu sichern. Notieren Sie sich mögliche Beobachtungen, die der Polizei helfen könnten.
Weitere Informationen und individuelle Beratung bietet die örtliche Polizeidienststelle oder das Programm „Zuhause sicher“ der Polizeilichen Kriminalprävention.



