Wasserampel auf Rot: Brandenburg ruft zu Trinkwasser-Sparen auf
Wasserampel auf Rot: Trinkwasser-Sparen in Brandenburg

In mehreren Gemeinden Brandenburgs südöstlich von Berlin bis in den Spreewald gilt ab sofort die höchste Alarmstufe der Wasserampel. Der Märkische Abwasser- und Wasserzweckverband (MAWV) hat die Ampel auf Rot gestellt und ruft die Bevölkerung dringend zum Wassersparen auf. „Es wird dringend zur Reduzierung des Trinkwasserverbrauchs aufgerufen. Der Trinkwasserverbrauch droht die Förderleistung des MAWV zu überschreiten. Bitte keine Gartenbewässerung und keine Pool-Befüllung“, heißt es auf der Verbandsseite. Auch das Autowaschen mit Trinkwasser ist untersagt.

Wasserampel auf Rot: Was bedeutet das für die Anwohner?

Die rote Ampelstufe bedeutet ein faktisches Verbot für alle nicht notwendigen Wassernutzungen. Besonders betroffen sind Gartenbesitzer, die ihre Rasen sprengen oder Pools befüllen wollen. Der Verband appelliert an die Einsicht der Bürger, um einen Wassernotstand in der anhaltenden Trockenperiode zu vermeiden. „Ziel der Ampelregeln ist es, in länger anhaltenden Trockenperioden einen Wassernotstand zu vermeiden“, so der MAWV.

Versorgungsgebiet: 20 Gemeinden in zwei Landkreisen betroffen

Der MAWV mit Sitz in Königs Wusterhausen versorgt insgesamt 20 Gemeinden in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree. Die Wasserampel gilt für das gesamte Verbandsgebiet. Die Behörde bittet die Bürger, den Wasserverbrauch auf das Nötigste zu beschränken. Konkret bedeutet das: Keine Bewässerung von Gärten, kein Befüllen von Schwimmbecken und kein Waschen von Fahrzeugen mit Trinkwasser.

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Wasserampel in Panketal noch auf Grün – aber mit Einschränkungen

Anders ist die Lage in der Gemeinde Panketal im Landkreis Barnim. Dort zeigt die Wasserampel derzeit noch Grün. Dennoch gibt es auch dort Einschränkungen: Unabhängig von der Ampelstufe ist das Rasensprengen in der Zeit von 17.00 bis 21.00 Uhr verboten. Dies dient der Entlastung des Wassernetzes in den Abendstunden, wenn der Verbrauch ohnehin hoch ist.

Hintergrund: Warum die Wasserampel auf Rot steht

Der Grund für die rote Ampel ist der anhaltend hohe Wasserverbrauch in der Region. Der MAWV befürchtet, dass die Fördermenge der Trinkwasserbrunnen nicht ausreicht, um den aktuellen Bedarf zu decken. In den vergangenen Jahren hat die Trockenheit in Brandenburg zugenommen, was die Grundwasserneubildung beeinträchtigt. Der Verband ruft daher zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Ressource Wasser auf. „Bitte keine Gartenbewässerung und keine Pool-Befüllung“, appelliert der MAWV.

Die Wasserampel ist ein Instrument zur Steuerung des Wasserverbrauchs in Trockenperioden. Sie zeigt den Bürgern auf einen Blick, wie angespannt die Lage ist. Grün bedeutet keine Einschränkungen, Gelb mahnt zur Vorsicht und Rot verlangt drastische Einsparungen. Bei anhaltender Trockenheit kann die Ampelstufe jederzeit angepasst werden.

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