Gefälschte Eurojackpot-Spielgemeinschaften: Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsmasche
Plötzlich und ohne eigenes Zutun als Mitglied einer Eurojackpot-Spielgemeinschaft begrüßt werden? Diese dubiose Masche macht aktuell in Brandenburg und darüber hinaus die Runde. Die Verbraucherzentrale Brandenburg warnt eindringlich vor betrügerischen Schreiben des sogenannten "DerKundenClub", die aus Bulgarien verschickt werden.
Professionelle Aufmachung, unseriöser Inhalt
Die Post wirkt auf den ersten Blick professionell gestaltet, doch der Inhalt ist höchst bedenklich. In den Schreiben wird behauptet, die persönlichen Daten der Empfänger seien von einer bisherigen Spielgemeinschaft übernommen worden. Als angebliches neues Mitglied soll monatlich eine Summe von 79 Euro per Lastschrift vom Konto abgebucht werden - die entsprechende IBAN ist dabei teilweise anonymisiert dargestellt.
"Eine Mitgliedschaft in einer Spielgemeinschaft zu unterstellen, ohne die Zustimmung der Betroffenen einzuholen, ist rechtlich nicht zulässig", betont Joshua Jahn, Pressesprecher der Verbraucherzentrale Brandenburg. Von der seriös wirkenden Aufmachung sollten sich Angeschriebene keinesfalls beeindrucken lassen.
Richtiges Verhalten bei Erhalt der Schreiben
Empfänger solcher dubiosen Post sollten besonnen reagieren und folgende Schritte einleiten:
- Schriftlichen Widerspruch einlegen und darin ausdrücklich bestreiten, einen Vertrag mit dem Anbieter abgeschlossen zu haben
- Kontobewegungen besonders aufmerksam im Blick behalten
- Bei unbefugten Abbuchungen die Lastschrift innerhalb von acht Wochen ohne Angabe von Gründen bei der Bank zurückrufen lassen
- Im Betrugsfall kann die Rückbuchung sogar noch bis zu 13 Monate später veranlasst werden
- Strafanzeige bei den zuständigen Behörden erstatten
Rechtliche Situation und Verbraucherschutz
Die Verbraucherschützer weisen darauf hin, dass ohne ausdrückliche Zustimmung der Betroffenen keine rechtlich bindende Mitgliedschaft in einer Spielgemeinschaft begründet werden kann. Selbst wenn die persönlichen Daten tatsächlich von anderen Quellen stammen sollten, rechtfertigt dies keine automatische Vertragsannahme.
Besonders bedenklich ist die Tatsache, dass der Absender in Bulgarien ansässig ist, was die rechtliche Verfolgung erschweren kann. Die Verbraucherzentrale rät daher zu besonderer Vorsicht und empfiehlt, bei Unsicherheiten direkt das Beratungsangebot der Verbraucherschützer in Anspruch zu nehmen.
Diese Betrugsmasche zeigt einmal mehr, wie wichtig ein kritischer Umgang mit unerwarteter Post ist - besonders wenn sie finanzielle Verpflichtungen suggeriert, die nie eingegangen wurden.



