Im Juni 2026 sind in Bayern so viele Menschen ertrunken wie in kaum einem anderen Bundesland. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) zählte 21 Todesfälle im Freistaat. Nur Nordrhein-Westfalen verzeichnete mit 22 Toten mehr Opfer. Damit lag die Zahl der Badetoten in Bayern nahezu auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums, als 22 Menschen ums Leben kamen.
Ursachen für die hohe Zahl an Badeunfällen
Der DLRG-Landesverband in Neumarkt in der Oberpfalz führt die vergleichsweise vielen Badeunfälle auf die hohe Bevölkerungsdichte im größten deutschen Flächenland zurück. Zudem gebe es in Bayern viele frei zugängliche Seen und große Flüsse in attraktiver Landschaft. „Diese laden gerade bei warmem Wetter zum Baden ein“, erläuterte ein Sprecher. Die meisten tödlichen Badeunfälle ereigneten sich demnach in Seen, gefolgt von Flüssen. Ein besonderer Hotspot sei Oberbayern.
Junge Menschen besonders betroffen
Die Auswertung der DLRG zeigt, dass die meisten Badetoten junge Leute waren. Bundesweit war der Großteil aller Ertrunkenen männlich, unter den Jungen waren es sogar alle. Die DLRG appelliert deshalb an diese Gruppe, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und auf riskante Aktionen zu verzichten. Generell unterschätzten viele Menschen die Gefahren im Wasser, insbesondere Strömungen oder die Temperaturunterschiede beim Sprung mit überhitztem Körper in kaltes Wasser.
Appell der DLRG zur Vorsicht
Die DLRG ruft daher zu erhöhter Vorsicht beim Baden auf. Besonders an heißen Tagen sollten Badegäste die Risiken bedenken und auf das eigene Können vertrauen, statt sich zu überschätzen. Die Organisation betont, dass viele Unfälle vermeidbar wären, wenn die Sicherheitsregeln beachtet würden.



