Der vierjährige Polizeihund „Bruce“ ist tot. Der Malinois, der für die Suche nach Geld und Drogen ausgebildet war, wurde am vergangenen Samstag nahe Freiberg von einem Zug erfasst und starb noch an der Unfallstelle. Zuvor war das Tier fast zwei Wochen lang vermisst worden.
Hund lief am 22. Juni weg
„Bruce“ war am 22. Juni von einem privaten Grundstück in Großschirma, Ortsteil Reichenbach, entlaufen, wo sein Hundeführer sich mit ihm aufgehalten hatte. In der Folgezeit meldeten Zeugen mehrfach Sichtungen des Polizeihundes – mal in angrenzenden Orten, mal an der Autobahn A4. Doch alle Versuche, das Tier einzufangen, scheiterten. Die Polizei beschrieb „Bruce“ als scheu und zurückhaltend und bat Anwohner, nicht zu versuchen, den Hund selbst zu fangen oder in die Enge zu treiben.
Fund in Freiberg und tragischer Unfall
Am Freitag, dem 4. Juli, entdeckten Anwohner den belgischen Schäferhund in einer Gartenanlage in Freiberg, etwa 17 Kilometer von seinem ursprünglichen Verschwindeort entfernt. Als die Polizei das Gebiet durchsuchte, war „Bruce“ jedoch bereits wieder verschwunden. Nur einen Tag später, am Samstag, ereignete sich der tragische Unfall: Ein Zug der Strecke Dresden–Chemnitz erfasste den Hund nahe Freiberg.
Ein Polizeisprecher bestätigte: „Vor Ort stellte sich heraus, dass es sich um den entlaufenen Diensthund handelt und er infolge des Zusammenstoßes verstorben war.“ Die Beamten konnten das Tier identifizieren. Die genauen Umstände des Unfalls sind noch unklar. Die Polizei bedauert den Verlust des vierjährigen Diensthundes, der für seine wertvolle Arbeit im Rauschgift- und Geldspürbereich geschätzt wurde.
Hintergrund: Malinois als Diensthunde
Der Belgische Schäferhund Malinois ist eine bei Polizei und Militär beliebte Rasse aufgrund seiner Intelligenz, Wendigkeit und Arbeitsfreude. „Bruce“ war speziell für das Aufspüren von versteckten Drogen und Bargeld ausgebildet. Sein plötzlicher Tod reißt eine Lücke in die Diensthundeeinheit der sächsischen Polizei.



