Damenbad Freiburg: Einlass nur noch für Frauen ab 16 Jahren
Damenbad Freiburg: Einlass nur für Frauen ab 16

Seit dem vergangenen Wochenende gilt im Damenbad des Freiburger Lorettobads eine neue Einlassregelung: Freitags bis sonntags haben nur noch Mädchen und Frauen ab 16 Jahren Zutritt. Die städtischen Betreiber begründen diesen Schritt mit den hohen Besucherzahlen und der geringen Kapazität von nur 400 bis 450 Gästen im Damenbereich. Das angrenzende Familienbad ist von der Einschränkung nicht betroffen.

Einzigartiges Damenbad in Deutschland

Der Damenbereich im Lorettobad ist nach Angaben der Betreiber das einzige Damenbad in Deutschland und zieht daher auch überregional Aufmerksamkeit auf sich. Dadurch gebe es einen Zulauf, der an hochfrequentierten Tagen eine Dimension angenommen habe, die einen erholsamen Aufenthalt kaum mehr ermögliche, hieß es in einer Mitteilung des Betreibers.

Kritik aus dem Verein der Freunde des Lorettobades

Kritik an den Zuständen im Damenbad kommt auch aus dem Verein der „Freunde des Lorettobades“. Ein Gründungsmitglied wandte sich kürzlich mit einem offenen Brief an Oberbürgermeister Martin Horn und einzelne Gemeinderatsfraktionen. In dem Brief ist unter anderem die Rede von ganzen Gruppen elsässischer Besucherinnen, die teils in Kleinbussen anreisten und zum Teil in normaler Bekleidung mit langen Gewändern ins Wasser gingen. Zuvor hatte die „Badische Zeitung“ berichtet.

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Stammbesucherinnen bestätigen Eindrücke

Zwei Stammbesucherinnen des Damenbads, die nicht namentlich genannt werden möchten, bestätigten diese Eindrücke. Die beiden Rentnerinnen kämen seit vielen Jahren regelmäßig ins Bad. Zuletzt sei dort an Wochenenden nicht an Entspannung zu denken gewesen. Ihrem Empfinden nach seien es häufig Besucherinnen aus Frankreich, die sich nicht an Regeln hielten. Über die neue Einlassbeschränkung freuen die beiden sich – am vergangenen Wochenende sei es im Damenbad ruhiger gewesen als zuletzt.

Oberbürgermeister Horn zur Entscheidung

Der Betreiber betonte, dass man mit der neuen Regelung auf „quantitative Herausforderungen“ reagiere. Oberbürgermeister Horn (parteilos) sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Entscheidung nicht leicht gewesen sei. „Kinder und Jugendliche aus dem Bad auszuschließen ist natürlich schwierig.“ Es gehe im Kern darum, den großen Zulauf in dem kleinen Damenbad zu begrenzen und nicht, Personengruppen auszugrenzen. „Wenn aus dem Damenbad ein Erlebnisbad wird, dann verliert das Bad seinen Charakter“, so Horn.

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