Die Brandenburger Vorstadt soll eine soziale Erhaltungssatzung erhalten, besser bekannt als Milieuschutzgebiet. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung im Auftrag des Rathauses, die am Donnerstagabend vor Ort präsentiert wurde. Bereits im September 2025 waren rund 4000 Haushalte im Untersuchungsgebiet zur aktuellen Wohnsituation befragt worden. Etwa jeder vierte Haushalt beteiligte sich an der Umfrage.
Ziel: Schutz vor Verdrängung
Das Rathaus möchte mit der sozialen Erhaltungssatzung Mieter vor Verdrängung schützen. Die Analyse bestätigt dieses Ziel und zeigt auf, dass die Maßnahme notwendig ist, um die Zusammensetzung der Bevölkerung zu bewahren und steigenden Mieten entgegenzuwirken. Nun sind die Stadtverordneten am Zug, um über die Einführung des Milieuschutzgebiets zu entscheiden.
Hintergrund der Untersuchung
Die Befragung der Haushalte fand im September 2025 statt und lieferte wichtige Daten zur Wohnsituation. Die Beteiligung von rund einem Viertel der Haushalte gilt als repräsentativ. Die Auswertung ergab, dass viele Bewohner von steigenden Mieten betroffen sind und ein hohes Risiko der Verdrängung besteht. Die soziale Erhaltungssatzung soll hier Abhilfe schaffen und langfristig bezahlbaren Wohnraum sichern.
Nächste Schritte
Die Stadtverordneten müssen nun über die Einführung der Satzung abstimmen. Sollte sie beschlossen werden, dürfen in dem Gebiet Wohnungen nicht ohne Genehmigung in Eigentumswohnungen umgewandelt oder luxussaniert werden. Dies soll die Mietpreisentwicklung bremsen und die soziale Struktur der Brandenburger Vorstadt erhalten. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet.



