Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Deutschland weiter aus. Nun gilt auch in Teilen Niedersachsens eine Sperrzone. Betroffen sind mehrere Landkreise im Süden des Bundeslandes. Die Behörden haben besondere Auflagen für den Transport und Handel von Tieren erlassen.
Welche Kreise sind betroffen?
Wie die Kreisverwaltung Göttingen mitteilte, sind die Landkreise Göttingen, Northeim, Holzminden sowie Goslar von der Sperrzone betroffen. Der Grund für diese Maßnahme ist der Nachweis des Blauzungenvirus in einem Tierbestand im hessischen Landkreis Fulda. Um diesen Betrieb herum wurde eine Sperrzone mit einem Radius von 150 Kilometern eingerichtet. Diese Zone erstreckt sich nicht nur über Hessen, sondern auch über Teile Niedersachsens und Thüringens.
Welche Vorgaben gelten in der Sperrzone?
Innerhalb der Sperrzone gelten besondere Bestimmungen für den Transport und den Handel von Tieren, die für das Virus empfänglich sind. Tierhalter müssen sich an die Auflagen der zuständigen Veterinärbehörden halten. Dazu gehören unter anderem Einschränkungen bei der Verbringung von Tieren aus der Zone heraus sowie spezielle Hygienemaßnahmen.
Welche Tiere sind gefährdet?
Die Blauzungenkrankheit ist eine virusbedingte Erkrankung, die hauptsächlich akut verläuft. Empfänglich für das Virus sind vor allem Schafe und Rinder, aber auch Ziegen, Kameliden wie Lamas und Alpakas sowie Wildwiederkäuer. Übertragen wird das Virus durch kleine blutsaugende Mücken, die sogenannten Gnitzen. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.
Symptome der Blauzungenkrankheit
Bei Rindern können unter anderem Entzündungen der Zitzenhaut und der Schleimhäute auftreten. Schafe hingegen leiden häufig unter Fieber, Apathie, Veränderungen der Schleimhäute und Lähmungen. In manchen Fällen verfärbt sich die Zunge blau, was der Krankheit ihren Namen gegeben hat. Die Erkrankung kann bei Schafen schwer verlaufen und zu Todesfällen führen.
Die Behörden empfehlen Tierhaltern, ihre Bestände genau zu beobachten und bei Verdacht auf Blauzungenkrankheit sofort einen Tierarzt zu konsultieren. Zudem sollten Maßnahmen zur Mückenbekämpfung ergriffen werden, um die Übertragung des Virus zu verhindern.



