Nach dem tödlichen Vorfall am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin haben die Veranstalter des Stuttgarter CSD ihre Bestürzung ausgedrückt. In einem Instagram-Post erklärten sie: „Wir sind zutiefst erschrocken und traurig darüber, was heute in Berlin geschehen ist. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Opfern, Angehörigen und Zeugen der Tat.“
Hintergründe des Angriffs
Am Samstagabend war ein Mann mit einem Transporter in eine Menschenmenge am Rande der Berliner CSD-Parade gefahren. Dabei kam eine Frau ums Leben, mehrere weitere Menschen wurden verletzt. Einige von ihnen schwebten am Sonntagmorgen noch immer in Lebensgefahr. Die genauen Umstände der Tat waren zunächst unklar, die Polizei nahm Ermittlungen auf.
Stuttgarter CSD verlief friedlich
Parallel zu den dramatischen Ereignissen in Berlin hatte am Samstag auch in Stuttgart die bunte Parade der LGBTQ-Gemeinschaft stattgefunden. Tausende Teilnehmer zogen für die Rechte von Schwulen, Lesben, transgeschlechtlichen und queeren Menschen durch die baden-württembergische Landeshauptstadt. Die Stimmung sei durchweg friedlich und solidarisch gewesen, teilten die Veranstalter mit.
Reaktionen aus der Community
Die Nachricht aus Berlin überschattete die Feierlichkeiten in Stuttgart jedoch. „Ein solcher Angriff trifft uns alle, denn der CSD steht für Vielfalt und Toleranz“, so ein Sprecher des Stuttgarter CSD-Vereins. „Wir werden nicht zulassen, dass Hass und Gewalt unsere Gemeinschaft spalten.“ Die Veranstalter riefen zu erhöhter Wachsamkeit bei künftigen Paraden auf.
Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei dem Fahrer des Transporters um einen 29-jährigen deutschen Staatsbürger, der bereits wegen extremistischer Äußerungen bekannt war. Die Ermittlungen zu einem möglichen terroristischen Hintergrund laufen. Die Berliner CSD-Organisatoren kündigten an, die Parade im nächsten Jahr unter verstärkten Sicherheitsvorkehrungen fortzuführen.



