Bei einem schweren Verkehrsunfall auf dem Mittleren Ring in München ist am Freitagabend ein 26-jähriger Mann ums Leben gekommen. Nach Angaben der Polizei hatte ein 47-jähriger Autofahrer zunächst das Heck eines Fahrzeugs eines 25-Jährigen gerammt und war dann ohne anzuhalten weitergefahren. Nur kurze Zeit später prallte er an einer Kreuzung auf ein weiteres Auto, in dem ein 27-jähriger Fahrer und sein 26-jähriger Beifahrer saßen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das zweite Fahrzeug auf den Grünstreifen geschleudert und gegen einen Lichtmast katapultiert. Anschließend touchierte der Unfallverursacher noch ein drittes Fahrzeug, das von einem 32-Jährigen gesteuert wurde.
Beifahrer erliegt Verletzungen im Krankenhaus
Der 26-jährige Beifahrer des zweiten Autos wurde bei dem Unfall so schwer verletzt, dass er trotz sofortiger medizinischer Versorgung im Krankenhaus starb. Der Fahrer dieses Wagens erlitt schwere Verletzungen, während der 47-jährige Unfallverursacher und der zuerst gerammte 25-Jährige ebenfalls verletzt wurden. Der 32-jährige Fahrer des dritten Fahrzeugs blieb unverletzt. Die Polizei sperrte den Mittleren Ring für rund drei Stunden, um die Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten zu ermöglichen. Die Verkehrspolizei hat die Ermittlungen aufgenommen und setzt einen Gutachter ein, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.
Ermittlungen zu Unfallflucht und Fahrlässigkeit
Der 47-Jährige muss sich nun nicht nur wegen des tödlichen Unfalls, sondern auch wegen Unfallflucht verantworten. Die Polizei prüft zudem, ob überhöhte Geschwindigkeit oder Alkohol- beziehungsweise Drogeneinfluss eine Rolle gespielt haben. „Wir ermitteln mit Hochdruck, um den genauen Hergang zu rekonstruieren“, sagte ein Polizeisprecher. Der Mittlere Ring ist eine der meistbefahrenen Straßen Münchens und Schauplatz regelmäßiger Unfälle. Der aktuelle Vorfall zeigt erneut die Gefahren durch rücksichtsloses Fahrverhalten.



