Herzstillstand: Zuschauerin (66) rettet Bayernliga-Kicker David Vogl das Leben
Zuschauerin rettet Bayernliga-Kicker das Leben

Ein Herzstillstand auf dem Fußballplatz endete für den Bayernliga-Spieler David Vogl (29) glimpflich, dank des schnellen Eingreifens einer Zuschauerin und des Mannschaftsmanagers. Am 18. Juni 2026, während eines Testspiels zwischen dem SV Erlbach und dem FC Dingolfing, brach der Mittelfeldspieler in der 53. Minute plötzlich zusammen. Die ehemalige Krankenschwester Elisabeth Dobmeier (66) und Manager Ralf Peiss (62) leiteten sofort Wiederbelebungsmaßnahmen ein und retteten ihm das Leben.

Dramatischer Zusammenbruch bei brütender Hitze

Bei Temperaturen um die 30 Grad Celsius verfolgten rund 200 Zuschauer das Spiel auf dem Sportplatz in Dornwang, Niederbayern. Um 20:08 Uhr sackte David Vogl in sich zusammen. „Er ist auf die Knie gefallen und zur Seite gekippt“, schilderte Manager Ralf Peiss später. Zunächst herrschte Totenstille, dann rief jemand: „Ist ein Arzt hier?“ Elisabeth Dobmeier, die eigentlich ihre Neffen anfeuern wollte, reagierte sofort und lief auf das Spielfeld. „Ein Schutzengel hat mich genau in dieses Fußballspiel gelotst“, sagte sie zwei Tage später.

Reanimation ohne Puls und Herzschlag

Dobmeier, eine ehemalige Anästhesie-Schwester, übernahm die Koordination der Rettungsmaßnahmen. Sie rief Kommandos wie „Umdrehen, Herzschlag und Atmung prüfen“. Vogl war bereits blau angelaufen und bewusstlos, hatte keinen Puls und keinen Herzschlag mehr. Während Dobmeier die Beatmung durchführte, übernahm Peiss die Herzdruckmassage. „Viele Menschen verfallen in so einer Situation in Schockstarre“, erklärte Dobmeier. „Dabei kann man nichts falsch machen, denn was ist eine gebrochene Rippe gegen ein gerettetes Menschenleben?“

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Erster Atemzug wie ein Neugeborenen-Schrei

Nach einer gefühlten Ewigkeit kehrte der Spieler ins Leben zurück. „Sein erster Luftzug klang wie der Schrei eines Neugeborenen, man hörte ihn über den ganzen Platz“, berichtete Peiss. David Vogl selbst erinnerte sich an eine Nahtod-Erfahrung: „Ich sah meine Oma, meine Freundin, dachte, ich wache nie wieder auf.“ Im Krankenhaus in Straubing suchen Herzspezialisten nun nach der Ursache für den Zusammenbruch, der scheinbar aus dem Nichts kam.

Dank und Ehrungen für die Lebensretter

Vogl bedankte sich telefonisch bei seiner Lebensretterin: „Er sagte, er habe noch Schmerzen von der Herzdruckmassage, aber das ist normal“, so Dobmeier. Sie selbst hatte bereits am nächsten Morgen einer Nachbarin beim Anlegen eines Verbands geholfen und sich einen Notfallkoffer zugelegt: „Wenn ich Nadel und Infusion mitgehabt hätte, hätte ich noch mehr tun können.“ Zum Bayernliga-Auftakt des SV Erlbach am 17. Juli ist sie als Ehrengast eingeladen. Die Aufmerksamkeit ist ihr unangenehm: „Allein kannst du kein Held sein, da muss man eine Truppe sein!“

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