Ein dramatischer Rettungseinsatz in Bayern: Nachdem ein Kind von einer Kreuzotter gebissen worden war, musste das Gegengift per Hubschrauber eingeflogen werden, da es im Krankenhaus nicht vorrätig war. Der Vorfall ereignete sich Ende Juni im niederbayerischen Deggendorf.
Kind nach Biss in Klinik eingeliefert
Das Kind war nach dem Biss der heimischen Giftschlange in die Klinik Deggendorf eingeliefert worden. In der Nacht verschlimmerten sich die Symptome. Laut ADAC-Luftrettung zeigte das Kind eine schwere Vergiftungsreaktion mit Kreislaufproblemen, niedrigem Blutdruck sowie einer starken Schwellung und Verhärtung des Beins. Eine schnelle Behandlung sei notwendig gewesen.
Gegengift fehlte vor Ort
Das Donauisar Klinikum in Deggendorf hatte das Antiserum nicht auf Lager. Ein Sprecher erklärte gegenüber BR24, dass in Deggendorf jährlich nur ein bis zwei Kreuzotterbisse behandelt würden und ein Gegengift nur in seltenen Fällen verabreicht werden müsse. In diesem Fall war es jedoch dringend erforderlich.
Hubschrauber „Christoph 1“ im Einsatz
Der ADAC-Rettungshubschrauber „Christoph 1“ startete daraufhin und flog zum TUM-Klinikum in München. Die Besatzung nahm das Antiserum an Bord und brachte es nach Deggendorf. Dort wurde es dem Kind verabreicht. Der Sprecher versicherte, dass sich der kleine Patient danach zügig erholte.
Die Kreuzotter ist die am weitesten verbreitete Giftschlange in Deutschland. Ihr Biss kann insbesondere bei Kindern schwere Reaktionen hervorrufen. Der schnelle Einsatz des ADAC-Hubschraubers war in diesem Fall entscheidend für die erfolgreiche Behandlung.



