Gewitter in Bayern: Bis zu 38 Grad, dann Abkühlung
Gewitter in Bayern: Bis zu 38 Grad, dann Abkühlung

München (dpa/lby) – Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für Freitag vor Gewittern in Bayern. Vor den Unwettern steigen die Temperaturen noch einmal auf bis zu 38 Grad. Nach dem neuen Hitzerekord in Kitzingen mit 40,4 Grad kündigt sich am Wochenende eine Abkühlung an.

Freitag: Heiße Luft und aufziehende Gewitter

Das Sommerwetter bleibt Bayern auch am Freitag treu. Laut DWD werden verbreitet Höchstwerte zwischen 34 und 38 Grad erreicht. In den Niederungen kann das Thermometer sogar die 38-Grad-Marke berühren. Die Luft ist dabei sehr feucht, sodass es sich schwülwarm anfühlt. Diese Bedingungen begünstigen die Bildung von Gewittern.

Schon am Vormittag können sich örtlich Quellwolken bilden, aus denen bis zum Nachmittag kräftige Schauer entstehen. Meteorologen rechnen mit Hagel, Starkregen und Sturmböen. In besonders exponierten Lagen ist auch Unwetter möglich. Der DWD weist darauf hin, dass die Gewitterzellen sich schnell entwickeln und dann nur kurze Zeit andauern.

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Gewitter dieser Art entstehen typischerweise, wenn sich die Luft in Bodennähe stark aufheizt und feuchte Luftmassen aufsteigen. In der Höhe kühlt die Luft ab, der Wasserdampf kondensiert zu Wolken. Bei großer Wärme können diese zu mächtigen Gewitterwolken heranwachsen, die Blitz, Donner und kräftige Niederschläge mit sich bringen.

Kitzingen: Neuer Rekord für einen Juli-Tag

Am Donnerstag hat Kitzingen einen weiteren Hitzerekord aufgestellt. 40,4 Grad wurden dort nach vorläufigen Messungen des DWD erreicht. Das ist der höchste Wert, der in Bayern jemals an einem Tag im Juli registriert worden ist. Die Stadt in Unterfranken hat sich damit abermals als Bayerns Hitze-Hotspot gezeigt.

Bereits im Juni hatte Kitzingen zweimal für Temperaturrekorde gesorgt. An zwei aufeinanderfolgenden Tagen wurden jeweils 40,8 Grad gemessen – der vorläufige Hitzerekord für den gesamten Freistaat. Damit ist klar: Wenn es in Bayern extrem warm wird, dann wird es in Kitzingen am heißesten. Die Lage im Maintal trägt dazu bei, dass sich die Luft besonders stark erwärmt.

Der DWD betont, dass die Messwerte als vorläufig gelten. Sie werden nach einer Qualitätsprüfung offiziell bestätigt. Solche Überprüfungen sind Standard in der Meteorologie, um Fehlerquellen in der Messtechnik auszuschließen.

Wochenende: Temperaturen gehen zurück

Am Samstag und Sonntag ändert sich das Wetter langsam. Die Temperaturen sinken, bleiben aber für die Jahreszeit ungewöhnlich hoch. Nach Angaben des DWD werden zwischen 26 Grad im Vogtland und 34 Grad im Süden des Freistaats erwartet. Die Werte sind zwar spürbar niedriger als am Donnerstag und Freitag, doch eine regelrechte Abkühlung sieht anders aus.

In den Ballungsräumen wie München, Nürnberg und Augsburg bleibt die Hitze auch nachts in den Gebäuden gespeichert. Meteorologen sprechen dann von tropischen Nächten, wenn die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Das belastet den Schlaf und die Regeneration des Körpers.

Mit den sinkenden Temperaturen nehmen auch die Gewitter allmählich ab. Ganz trocken wird es allerdings nicht. Im Tagesverlauf sind weiterhin Schauer und einzelne Donner möglich. Betroffen sind vor allem die Alpenrandregionen und der Bayerische Wald, wo feuchte Luftmassen auf die Berge treffen und aufsteigen.

Die Menschen in den unterschiedlichen Regionen Bayerns müssen sich damit auf wechselhafte Begleitumstände einstellen. Während es im Norden durch die tiefere Temperatur etwas angenehmer wird, bleibt es im Süden weiterhin warm und zeitweise nass.

Schwüle Luft und ihre Folgen

Die schwülwarmen Bedingungen haben nicht nur auf das Wohlbefinden Einfluss. Hohe Luftfeuchtigkeit belastet den Kreislauf und sorgt für unruhige Nächte. Auch die Schweißverdunstung funktioniert bei schwülem Wetter nur eingeschränkt, was den Körper zusätzlich stresst. Besonders empfindliche Menschen sollten in den nächsten Stunden auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten.

Der DWD beobachtet die Entwicklung weiterhin intensiv. Ob es im Laufe des Wochenendes zu neuen Rekorden kommt, gilt als unwahrscheinlich. Dafür ist die Wetterlage zu wechselhaft. Statt weiterer Höchstwerte stehen vor allem Gewitter im Fokus der Meteorologen.

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