Gewalttat beim Berliner CSD: Ikkimel ruft zu Zusammenhalt auf
Gewalttat beim CSD: Ikkimel ruft zu Zusammenhalt auf

Die Berliner Rapperin Ikkimel hat nach dem tödlichen Vorfall am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin zu mehr Zusammenhalt aufgerufen. „Liebe ist NIEMALS der Fehler, ANGST UND HASS niemals eine Antwort“, schrieb die 29-Jährige auf Instagram. Sie hoffe, dass viele Menschen nun verstehen, wie wichtig es sei, zusammenzustehen – „jetzt noch mehr als sonst“.

Auto rast in Menschenmenge – eine Tote, zahlreiche Verletzte

Am Samstagabend war ein Auto am Rande der CSD-Großveranstaltung in Berlin in eine Menschenmenge gefahren. Nach Angaben der Polizei wurde eine Frau dabei getötet, mindestens 16 weitere Menschen erlitten Verletzungen. Der CSD wurde daraufhin abgebrochen. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar, die Ermittlungen laufen.

Ikkimel, die am Freitag beim „Demokratieabend“ des Berliner CSD am Brandenburger Tor aufgetreten war, zeigte sich erschüttert. In ihrer Instagram-Story schrieb sie in sozialmedientypischem Stil: „Ich hoffe ihr seid in Ordnung – ich kann es nicht fassen.“ Wenigstens Berlin solle ein sicherer Ort sein, so die Künstlerin. „Bitte bitte bleibt stark. Ich werde immer für uns einstehen.“

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Reaktionen aus Politik und Gesellschaft

Die Gewalttat löste bundesweit Bestürzung aus. Politiker aller Parteien verurteilten den Angriff und sprachen den Opfern ihr Mitgefühl aus. Die Berliner Senatsverwaltung kündigte an, die Sicherheitsmaßnahmen für künftige Großveranstaltungen zu überprüfen. Der CSD gilt als Symbol der LGBTQ+-Bewegung und wird jedes Jahr von Zehntausenden besucht.

Ikkimel, mit bürgerlichem Namen Melisa Gül, ist eine der bekanntesten Rapperinnen Deutschlands. Sie setzt sich regelmäßig gegen Diskriminierung und für gesellschaftliche Vielfalt ein. Ihr Aufruf nach dem Vorfall fand in den sozialen Medien weite Verbreitung. Zahlreiche Fans und Kollegen aus der Musikszene zeigten sich solidarisch.

Hintergrund: CSD als Zeichen gegen Hass

Der Christopher Street Day erinnert an die Stonewall-Aufstände von 1969 in New York und steht für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LGBTQ+). In Berlin wird er seit 1979 gefeiert. Der diesjährige CSD stand unter dem Motto „Für Menschenrechte – gegen Hass und Hetze“.

Die tödliche Attacke wirft nun Fragen nach dem Schutz solcher Veranstaltungen auf. Die Polizei erhöhte bereits für den Sonntag die Präsenz bei weiteren Demonstrationen in der Hauptstadt. Ikkimels Botschaft von Zusammenhalt scheint in diesen Tagen dringlicher denn je.

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