Schweitzer kämpft in Rheinland-Pfalz gegen eigene Bundespartei
Schweitzer kämpft in Rheinland-Pfalz gegen eigene Bundespartei

Mainz/Landau – SPD-Ministerpräsident Alexander Schweitzer steht vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz vor einer doppelten Herausforderung: Er muss nicht nur gegen CDU-Herausforderer Gordon Schnieder bestehen, sondern auch gegen den Gegenwind aus der eigenen Bundespartei. Gegenüber BILD erklärte Schweitzer: „Ich habe Unterstützung, aber keinen Rückenwind gespürt.“ Er betonte: „Mir war immer klar: Wir müssen diese Wahl alleine gewinnen, wenn wir sie gewinnen wollen.“

Obwohl Schweitzer der mit Abstand beliebteste Politiker im Land ist, liegt die SPD in den Umfragen knapp hinter der CDU. Dies wird vor allem auf die historisch schwache Bundes-SPD unter den Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas zurückgeführt. Dass es überhaupt zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommt, gilt als Schweitzers persönlicher Erfolg. „Ich gehe davon aus, dass es reicht“, sagte er zu BILD.

Beim Wahlkampfabschluss am Freitagabend in Landau fuhr Schweitzer noch einmal alle prominenten Vorgänger auf: Rudolf Scharping, Kurt Beck und Malu Dreyer waren anwesend. Die Stimmung war ausgelassen: Malu Dreyer tanzte und sang, Schweitzer zapfte Bier für die Genossen. Ein Comedian machte Witze über Bundeskanzler Friedrich Merz und Wirtschaftsministerin Katherina Reiche. Schweitzer distanzierte sich jedoch von den Aussagen des Künstlers.

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Ex-SPD-Chef Kurt Beck äußerte die Hoffnung, dass die Wähler die Leistungen in Rheinland-Pfalz bewerten und nicht die allgemein gedrückte Stimmung im Bund. Schweitzer selbst hat für den Fall einer Niederlage seinen Rückzug aus der Politik angekündigt, glaubt aber nicht daran. Nach BILD-Informationen haben die Sozialdemokraten für den Wahlsonntag bereits zwei Nachtclubs in Mainz gemietet.

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