Lübeck: Berühmte Ostsee-Villa wird doch abgerissen
Lübeck: Berühmte Ostsee-Villa wird doch abgerissen

Lübeck (Schleswig-Holstein) – Die Pläne des Eigentümers, die „Villa Seeblick“ am Brodtener Steilufer bei Travemünde um 20 Meter nach hinten zu versetzen, sind gescheitert. Die Stadt Lübeck hat am Montag mit dem Abriss des denkmalgeschützten Hauses begonnen, obwohl die juristische Auseinandersetzung noch nicht abgeschlossen war.

Das 1932 erbaute Haus stand nur noch fünf Meter von der Abbruchkante entfernt. Ursprünglich waren es knapp 100 Meter, doch Sturmfluten, Regen und Frost ließen das Erdreich jährlich um etwa einen Meter abbrechen. Die Stadt hatte den Eigentümer zum Abriss aufgefordert, da von dem Gebäude erhebliche Gefahren für Leben und Gesundheit ausgingen.

Der Eigentümer legte Widerspruch ein und reichte Eilanträge ein. Das Verfahren landete schließlich beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Schleswig. Ein Sprecher bestätigte, dass am Freitagabend eine Beschwerde einging, deren Argumente noch geprüft wurden. Trotz des laufenden Verfahrens begann die Stadt mit dem Abriss, gestützt auf ein vorangegangenes Urteil.

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Am Montagabend wies das OVG die Beschwerde des Hausbesitzers unanfechtbar zurück. Der Eigentümer, der namentlich nicht genannt werden möchte, zeigte sich enttäuscht: „Ich hätte den Anstand vom Bauamt erwartet, diesen Prozess abzuwarten, bevor Fakten geschaffen werden.“ Ihm bleiben nun nur noch Schadensersatzansprüche.

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