1000 Wohnungen und Klimapark: Victoriaspeicher-Areal in Kreuzberg wird neues Stadtquartier
1000 Wohnungen und Klimapark in Kreuzberg geplant

Das Victoriaspeicher-Areal in Berlin-Kreuzberg soll sich zu einem neuen Stadtquartier mit rund 1000 Wohnungen und einem öffentlichen „Klimapark“ entwickeln. Die Hälfte der Wohnungen ist als dauerhaft preisgebundene Sozialwohnungen vorgesehen. Das Gelände zwischen Spreeufer, Schillingbrücke und Köpenicker Straße wird derzeit von der Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft (BEHALA) als Lagerfläche genutzt. Baubeginn ist für 2030 geplant.

Einigung zwischen Bezirk und Senat

Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) und Bausenator Christian Gaebler (SPD) zeigen sich einig über die Entwicklung des Areals. „Ich freue mich über den erfolgreichen, kooperativen Prozess, über die gute Zusammenarbeit und bin überzeugt von dem gemeinsam erreichten Ergebnis“, sagt Schmidt. Gaebler ergänzt: „An diesem markanten Ort direkt an der Spree, in bester innerstädtischer Lage, werden Wohnungen für 2000 Menschen entstehen und ein neues Zuhause für die Berlinerinnen und Berliner geschaffen.“

Siegerentwurf aus Werkstattverfahren

Eine Fachjury hat den Siegerentwurf des städtebaulichen Werkstattverfahrens ausgewählt. BEHALA und die städtische Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) werden das Gelände gemeinsam entwickeln. Laut WBM sollen 50 Prozent der Wohnungen dauerhaft preisgebunden sein – also Sozialwohnungen für Mieter mit Wohnberechtigungsschein.

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Petra Cardinal, Geschäftsführerin der BEHALA, betont: „Wir haben uns bewusst gegen den Verkauf des Areals an private Investoren entschieden und für eine Zusammenarbeit mit der WBM im Interesse Berlins.“

Klimapark und Nutzungsmix

Neben Wohnungen sind Flächen für Nahversorgung, Kultur, soziale Einrichtungen, Handwerk und Produktion geplant. Der „Klimapark“ soll eine öffentlich zugängliche Grünanlage mit Wasserzugang bieten. Das Areal liegt direkt an der Spree in Kreuzberg.

Planungsrechtliche Hürde beseitigt

Die Entwicklung des Quartiers war bis Ende 2025 aufgrund eines benachbarten Störfallbetriebs planungsrechtlich eingeschränkt. Es handelt sich um einen Galvanisierungsbetrieb, der metallische Oberflächen elektrochemisch beschichtet. Strenge Sicherheitsabstände waren erforderlich. Wie die BEHALA mitteilt, konnte eine Einigung erzielt werden: Die störfallrelevanten Produktionsprozesse werden eingestellt. Damit ist der Weg für den Wohnungsbau frei.

Nächste Schritte

Mit der Entscheidung für den Siegerentwurf beginnt nun die Vertiefung der Planung. Anschließend folgen das Bebauungsplanverfahren sowie die Sanierung und Erschließung des Geländes. Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und die Senatsverwaltung arbeiten dabei eng zusammen – eine seltene Einigkeit bei Bauprojekten in Berlin.

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