Der Umbau der Dörpfeldstraße in Berlin-Adlershof, der eigentlich in einem Zug geplant war, wird sich deutlich verzögern. Wie die zuständige Senatsverwaltung mitteilte, kann die ursprünglich angestrebte zeitgleiche Durchführung von Straßenbauarbeiten und Gleiserneuerung durch die BVG nicht wie geplant umgesetzt werden. Grund sind Einwände der Feuerwehr, die eine veränderte Verkehrsführung während der Bauphase als kritisch für ihre Einsatzfähigkeit bewertet.
Projekt zerfällt in zwei Abschnitte
Bislang war vorgesehen, die Dörpfeldstraße – die zentrale Magistrale des Ortsteils – umfassend umzubauen und dabei auch die Straßenbahngleise zweigleisig auszubauen. Dies sollte die Effizienz der Straßenbahn erhöhen und gleichzeitig die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer verbessern. Doch nun müssen die beiden Bauvorhaben entkoppelt werden. „Die Feuerwehr hat Bedenken geäußert, dass bei einer gemeinsamen Baustelle die Rettungswege nicht ausreichend gewährleistet sind“, erklärte ein Sprecher der Senatsverwaltung für Mobilität. „Deshalb werden die Arbeiten nun nacheinander durchgeführt.“
Das bedeutet, dass zunächst die BVG ihre Gleisarbeiten vornimmt und erst danach der Straßenumbau erfolgt. Dadurch verlängert sich die Gesamtbauzeit erheblich. Ein genauer Zeitplan für die einzelnen Phasen liegt noch nicht vor.
Erster Bauabschnitt am Marktplatz bereits abgeschlossen
Der Marktplatz Adlershof war bereits im ersten Schritt des größeren Umbauvorhabens umgestaltet worden. Nun sollte die Dörpfeldstraße folgen. „Wir hatten gehofft, die Bauarbeiten in einem Guss durchführen zu können, um die Belastungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer zu minimieren“, so der Sprecher weiter. „Das ist jetzt leider nicht möglich.“
Die Feuerwehr begründet ihre Einwände mit der Notwendigkeit, im Brandfall stets eine ausreichende Durchfahrtsbreite für ihre Fahrzeuge zu gewährleisten. Bei einer gemeinsamen Baustelle hätten die provisorischen Fahrspuren möglicherweise nicht den erforderlichen Mindestabstand zu den Gleisbauarbeiten eingehalten.
Neue Planung soll bald vorgestellt werden
Die Senatsverwaltung und die BVG arbeiten nun an einem neuen Zeitplan. „Wir werden die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie die lokale Politik rechtzeitig über die geänderte Vorgehensweise informieren“, versprach der Sprecher. Der Umbau der Dörpfeldstraße bleibt ein zentrales Projekt für die Verkehrswende im Berliner Südosten. Ziel ist weiterhin, die Straße fahrrad- und fußgängerfreundlicher zu gestalten und den öffentlichen Nahverkehr zu stärken.



