Berlin steht kurz vor der Abgeordnetenhauswahl am 20. September, doch es fehlen noch 1500 Wahlhelfer. Das gab Innensenatorin Iris Spranger (SPD) im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses bekannt. Um die zwölf Bezirke bei der Suche zu unterstützen, soll es einen weiteren öffentlichen Aufruf geben. Insgesamt werden 38.500 Wahlhelfer benötigt.
Prämien locken mehr Helfer an
Die Suche nach Wahlhelfern läuft inzwischen besser, seit Berlin Prämien für diese Arbeit zahlt. Früher war die Tätigkeit ehrenamtlich, heute erhalten Helfer 100 bis 120 Euro für den Wahltag selbst. Zusätzlich gibt es 40 Euro für die Teilnahme an einer Präsenzschulung und 25 Euro für eine Online-Schulung. Diese Maßnahmen wurden eingeführt, nachdem die Teilnehmerzahlen zu niedrig waren.
Organisation der Wahl
Für die Wahl sind 2542 Wahllokale mit Wahlurnen und 1572 Briefwahlstellen vorgesehen. Eine Neuerung: Für Erst- und Zweitstimme gibt es nur noch einen Stimmzettel, statt wie bisher zwei verschiedene. Die Wahl kostet mehrere Millionen Euro. Allein für den Druck von Wahlbenachrichtigungen und Stimmzetteln sind 1,3 Millionen Euro eingeplant, für das Porto 3,5 Millionen Euro und für weitere Sachausgaben und Dienstleistungen 2,8 Millionen Euro. Die Kosten für die Wahlhelfer sind in diesen Zahlen noch nicht enthalten und dürften bei mehr als 5 Millionen Euro liegen, so Spranger.



