Berlin-Wahl 2026: CDU-Wahlprogramm im Überblick
Die Berliner CDU tritt mit dem Slogan „Berlin wird“ bei der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026 an. In aktuellen Umfragen liefern sich vier Parteien ein Kopf-an-Kopf-Rennen, sodass der Ausgang ungewiss ist. Das Wahlprogramm der Christdemokraten, beschlossen im Juni 2026, setzt klare Schwerpunkte in den Bereichen Verkehr, Sicherheit, Mieten und Bildung.
Verkehrspolitik: Zugangskontrollen und Tempo 50
Ein zentraler Punkt ist die Einführung von Zugangskontrollen an U-Bahnhöfen nach Pariser oder Londoner Vorbild. Geplant ist ein Pilotprojekt auf ausgewählten Linien, um Schwarzfahren einzudämmen und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Gleichzeitig will die CDU wichtige U-Bahn-Verlängerungen (U2, U3, U6, U7, U8, U9) vorantreiben und die S-Bahn durch dichtere Takte und zusätzliche Gleise stärken. Neue Verkehrsverbindungen sollen über Partnerschaften mit privaten Investoren schneller realisiert werden, etwa eine Magnetschwebebahn von der Urban Tech Republic auf dem ehemaligen Flughafen Tegel nach Jungfernheide.
Auf Hauptstraßen soll Tempo 50 der Regelfall sein, um einen verlässlichen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Ausnahmen sind nur vor Kitas, Schulen, Krankenhäusern und Seniorenheimen vorgesehen. Die Investitionen in den Straßenbau sollen deutlich steigen. Die Mittel für Poller und Kiezblocks will die CDU streichen – mit dem Slogan „Wir stoppen den Poller-Irrsinn“. Neue Radwege sollen nur dort entstehen, wo sie einen echten Beitrag zu sicheren und alltagstauglichen Verbindungen leisten. Die Geschwindigkeit von E-Scootern und Leihfahrrädern soll in Fußgängerzonen technisch auf Schrittgeschwindigkeit begrenzt werden.
Sicherheit: Mehr Polizeipräsenz
Unter dem Motto „mehr Tatütata, weniger Trara“ setzt die CDU auf eine verstärkte Polizeipräsenz. Am Leopoldplatz in Wedding ist eine neue Polizeiwache nach dem Vorbild der Einrichtung am Kottbusser Tor geplant.
Bildung: Erhalt des Gymnasiums
In der Bildungspolitik spricht sich die CDU klar für den Erhalt und die Stärkung des Gymnasiums aus. Dies steht im Kontrast zu Forderungen anderer Parteien nach einer Abschaffung oder Umstrukturierung.
Mieten: Keine Enteignungen
Die CDU lehnt die Enteignung großer Wohnungsunternehmen sowie die Einführung eines Mietendeckels strikt ab. Sie bezeichnet solche Forderungen als populistisch. Dabei ignoriert die Partei jedoch nicht den erfolgreichen Volksentscheid zur Enteignung großer Wohnungskonzerne aus dem Jahr 2021.
Das vollständige Wahlprogramm der Berliner CDU umfasst 167 Seiten und ist auf der Parteiseite einsehbar. Weitere Details zu den einzelnen Positionen werden im Laufe des Wahlkampfs erwartet.



