Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner tritt nach Lügen zurück
Berlins Bürgermeister Kai Wegner tritt nach Lügen zurück

Kai Wegner tritt nach Lügen um Stromausfall zurück

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ist am Samstag von seinem Amt zurückgetreten. Zuvor hatte er sich in ein Lügengebilde rund um sein Verhalten während eines großflächigen Stromausfalls in der Hauptstadt verstrickt. Der Rücktritt erfolgte nach wachsendem Druck aus Politik und Medien.

Die Lügen um den Stromausfall

Wegner hatte zunächst behauptet, während des Stromausfalls am vergangenen Dienstag sei er im Roten Rathaus gewesen und habe die Krisenstäbe koordiniert. Später stellte sich heraus, dass er sich zu diesem Zeitpunkt in einer privaten Feier in Charlottenburg befand. Auf Nachfragen von Journalisten änderte er seine Aussage mehrfach, was zu einem Vertrauensverlust führte.

„Er hat auch mich persönlich belogen“, sagte Chefreporter Joachim Fahrun, der die Enthüllungen vorantrieb. Der Stromausfall hatte weite Teile Berlins für mehrere Stunden lahmgelegt, betroffen waren rund 200.000 Haushalte.

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Reaktionen und Folgen

Oppositionspolitiker forderten bereits am Freitag Wegners Rücktritt. Die SPD kündigte an, ein Misstrauensvotum im Abgeordnetenhaus zu beantragen. Wegner selbst räumte in seiner Rücktrittserklärung „schwere Fehler“ ein und bat um Entschuldigung. Die CDU Berlin muss nun einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für das Amt des Regierenden Bürgermeisters bestimmen.

Der Vorfall wirft grundsätzliche Fragen nach der Glaubwürdigkeit von Politikern und dem Umgang mit der Wahrheit in der politischen Kommunikation auf. „Politiker, Journalisten und die heikle Frage nach der Wahrheit“ – so überschrieb Fahrun seinen Kommentar, der den Rücktritt als Konsequenz einer „Lügengebilde“ beschreibt.

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