Brandenburg hat 2025 den stärksten natürlichen Bevölkerungsrückgang seit 1990 verzeichnet. In diesem Jahr starben 35.743 Menschen, während nur 14.495 Kinder geboren wurden, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilte. Ähnlich wenige Geburten gab es zuletzt Mitte der 1990er Jahre, nach der Wiedervereinigung.
Geburtenrückgang um 4,4 Prozent
Die Zahl der Geburten sank im Vergleich zu 2024 um 4,4 Prozent. Die Geburtenziffer je Frau fiel von 1,33 auf 1,30. Dabei zeigen sich Unterschiede nach Nationalität: Deutsche Frauen bekamen statistisch 1,21 Kinder – ein leichter Rückgang um 0,06 Prozentpunkte. Frauen mit anderer Staatsbürgerschaft bekamen 1,82 Kinder, ein Anstieg um 0,04 Prozentpunkte.
Potsdam mit den meisten Geburten
Die meisten Kinder kamen in Potsdam zur Welt: 1.345 Babys. Auch die Kreise Oberhavel (1.188), Potsdam-Mittelmark (1.177) und Dahme-Spreewald (1.170) verzeichneten viele Geburten, gefolgt von Havelland (1.079), Teltow-Fläming (1.087), Märkisch-Oderland (1.049) und Barnim (1.045).
Fast die Hälfte der Neugeborenen innerhalb einer Ehe
Das Durchschnittsalter der Mutter bei Geburt lag unverändert bei 31,6 Jahren. Verheiratete Mütter waren im Schnitt 32,7 Jahre alt, unverheiratete Mütter 30,6 Jahre. Fast die Hälfte der Neugeborenen kam innerhalb einer Ehe zur Welt.
Sterbefälle gestiegen
Die Zahl der Sterbefälle stieg um 1,4 Prozent. In allen Landkreisen gab es Sterbeüberschüsse – es starben mehr Menschen als geboren wurden. Besonders hoch war dieser Überschuss in Elbe-Elster (17,8 Sterbefälle je 1.000 Einwohner), Prignitz (17,5) und Spree-Neiße (17,0). Spree-Neiße verzeichnete auch die wenigsten Geburten bezogen auf die Einwohnerzahl (4,5 auf 1.000 Einwohner).



