Bestseller-Autor Eric Pfeil bereist seit Jahren Italien und schreibt Bücher darüber, zuletzt „Hotel Celentano“. Seine Liebe zum Land begann in Ligurien. Im Interview mit dem Tagesspiegel spricht er über die Faszination Italiens und die Frage, wie viele Zuschreibungen ein Land aushalten kann.
Der Beginn einer großen Liebe
„In den frühen 80er Jahren fuhren meine Eltern mit mir nach Alassio“, erinnert sich Pfeil. „Mit zwölf sah ich dieses gleißend überstrahlte Land, in dem sich Menschen so kommunikativ zu nahe treten und dabei sehr gut aussehen, und fand es erst mal kritiklos gut.“ Zur gleichen Zeit waren viele italienische Songs in den deutschen Charts, Lieder von Alice oder Umberto Tozzi, was seine Begeisterung weiter nährte.
Klischees und Selbstironie
Pfeil findet sich selbst „zu blass für gelbe Anzüge“ und stakst über ligurische Kiesel – ein Bild, das er mit einem Augenzwinkern zeichnet. Er fragt sich: „Was macht der Deutsche da?“ und reflektiert über die vielen Zuschreibungen, die Italien aushalten muss. Seine Bücher sind eine Mischung aus Reiseliteratur und persönlicher Auseinandersetzung mit dem Land.
Pfeil betont, dass Italien für ihn mehr ist als nur ein Urlaubsort: Es ist ein Sehnsuchtsort, der aber auch mit Klischees kämpft. „Italien wird oft auf Pizza, Pasta und Dolce Vita reduziert“, sagt er. „Dabei ist es so viel mehr – eine komplexe Gesellschaft mit einer reichen Kultur und Geschichte.“
Das neue Buch „Hotel Celentano“
In „Hotel Celentano“ verarbeitet Pfeil seine Erlebnisse und Begegnungen. Das Buch ist eine Hommage an Italien, aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Blick von außen. Pfeil schreibt mit einer Mischung aus Humor und Tiefgang, die seine Leser schätzen.
Der Autor ist bekannt für seine pointierten Beobachtungen und seine Fähigkeit, kulturelle Unterschiede auf den Punkt zu bringen. Seine Italien-Bücher sind Bestseller und haben eine treue Fangemeinde.



