Fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe vom Juli 2021 hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Dienstag im Landtag von Nordrhein-Westfalen der Opfer gedacht. Gemeinsam mit NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landtagspräsident André Kuper (beide CDU) nahm er an einer Gedenkstunde teil, die um 15.50 Uhr begann.
Gedenkstunde mit Angehörigen und Helfern
Zu der Veranstaltung waren neben den Abgeordneten des Landtags und Mitgliedern der Landesregierung auch Angehörige der Opfer sowie Helfer aus den betroffenen Regionen eingeladen. Steinmeier würdigte in seiner Rede den unermüdlichen Einsatz der Rettungskräfte und die Solidarität der Bevölkerung in den Hochwassergebieten.
Die Flutkatastrophe 2021: Ein unvergessenes Ereignis
Am 14. und 15. Juli 2021 hatte Starkregen Bäche und Flüsse über die Ufer treten lassen. Ganze Landstriche wurden zerstört: Häuser, Straßen, Brücken, Schienen und Felder wurden von den gewaltigen Wassermassen weggerissen oder schwer beschädigt. Insgesamt kamen mehr als 180 Menschen ums Leben, davon 49 in Nordrhein-Westfalen. Das Hochwasser verursachte Schäden in Milliardenhöhe, besonders in der Eifel, im Bergischen Land und in Teilen des Sauerlands.
Bundespräsident erinnert an die Opfer
Steinmeier betonte, dass die Erinnerung an die Katastrophe wach bleiben müsse. „Wir dürfen nicht vergessen, was damals geschehen ist“, sagte er laut einer Mitteilung des Bundespräsidialamts. „Die Flut hat tiefe Wunden hinterlassen, aber auch gezeigt, wie stark die Gemeinschaft sein kann.“ Er dankte den vielen Freiwilligen, die tagelang halfen, Schlamm zu beseitigen und Menschen zu retten.
Mahnung für den Klimaschutz
Der Bundespräsident nutzte die Gedenkstunde auch, um auf die Folgen des Klimawandels hinzuweisen. „Extremwetterereignisse wie dieses werden häufiger werden“, warnte er. „Wir müssen unsere Anstrengungen im Klimaschutz verstärken und uns besser auf solche Katastrophen vorbereiten.“ Ministerpräsident Wüst ergänzte, dass das Land aus der Flut gelernt habe: „Der Hochwasserschutz wurde ausgebaut, Frühwarnsysteme verbessert.“ Dennoch bleibe die Erinnerung an die Opfer eine ständige Mahnung.



