Hamburg: Festnahmen 1,5 Jahre nach tödlichem Messerangriff
Hamburg: Festnahmen nach tödlichem Messerangriff

Mehr als anderthalb Jahre nach einem tödlichen Messerangriff in Hamburg haben Ermittler zwei mutmaßliche Beteiligte in Berlin festgenommen. Die beiden Afghanen im Alter von 19 und 21 Jahren wurden am Donnerstag von Zielfahndern des Landeskriminalamts (LKA) in der Hauptstadt aufgespürt und verhaftet. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Hamburg hatte das Amtsgericht zuvor Haftbefehle gegen sie erlassen. Die Männer werden nun nach Hamburg überstellt, wo die Ermittlungen andauern.

Tat vom Dezember 2024: 17-Jähriger getötet

Der Vorfall ereignete sich am Abend des 27. Dezember 2024 in der Nähe einer Geflüchtetenunterkunft im Stadtteil Harburg. Bei einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen soll ein damals 17-Jähriger tödlich verletzt worden sein. Ein damals 34-jähriger Mann erlitt zudem lebensgefährliche Stichverletzungen. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte es zu wechselseitigen Angriffen mit Stichwaffen gekommen sein.

SEK-Einsatz und Hintergründe

Noch in der Tatnacht durchsuchte ein Spezialeinsatzkommando (SEK) eine Wohnung in einer Geflüchtetenunterkunft an der Straße Lewenwerder. Neben dem schwer verletzten 34-Jährigen, der ebenfalls afghanischer Herkunft ist, wurde auch der heute 21-jährige Tatverdächtige verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Hintergründe der Attacke sind bislang unklar. Die Ermittlungen dauern an.

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