Hitzewelle Berlin: Freibäder stoppen Verkauf, Polizei mit Wasserwerfern
Hitzewelle Berlin: Freibäder stoppen Verkauf, Polizei hilft

Die extreme Hitzewelle in Berlin führt zu drastischen Maßnahmen: Fast alle Berliner Freibäder haben den Verkauf von Tageskarten gestoppt, da die Kapazitätsgrenzen erreicht sind. Die Polizei setzt Wasserwerfer ein, um die Bevölkerung abzukühlen. Am Wochenende werden Temperaturen bis zu 41 Grad erwartet.

Freibäder überfüllt – Polizei im Einsatz

Bereits am Vormittag bildeten sich vor den Sommerbädern lange Schlangen. Das Sommerbad am Insulaner in Schöneberg meldete eine mehrere hundert Meter lange Warteschlange. Die Berliner Bäderbetriebe stoppen den Ticketverkauf für das Sommerbad Humboldthain und das Sommerbad Pankow. Zugang erhalten nur noch Besucher mit Zeitfenster-Ticket oder Abo. Das Strandbad Wannsee ist noch geöffnet.

Am Sommerbad Pankow unterstützt die Polizei das Personal. Ein Polizeisprecher teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass Beamte die wartenden Menschen per Lautsprecher informieren, dass niemand mehr eingelassen wird.

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Wasserwerfer zur Abkühlung

Die Polizei kündigte an, ihre Wasserwerfer in Mitte und Charlottenburg einzusetzen. Die Fahrzeuge erzeugen Sprühregen zur Erfrischung. Die Aktion startete gegen 13:45 Uhr an folgenden Orten: Pariser Platz, Platz des 18. März, Humboldtforum, Lustgarten, Rotes Rathaus, Potsdamer Platz und Schloss Charlottenburg.

Temperaturen bis 41 Grad – Unwettergefahr

Der Deutsche Wetterdienst warnt vor extremer Hitze. Am Samstag steigen die Temperaturen auf 38 bis 41 Grad. Am Sonntag sind örtlich kräftige Hitzegewitter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich. Die Waldbrandgefahr ist in Berlin und Brandenburg hoch bis sehr hoch.

Gesundheitsrisiken und Notfälle

Die Berliner Krankenhäuser verzeichnen einen moderaten Anstieg hitzebedingter Notfälle. Die Vivantes-Kliniken behandeln vor allem ältere Menschen mit Flüssigkeitsmangel und vereinzelt Kinder mit Sonnenstichen oder Hitzschlägen. Die Charité meldet eine stabile Versorgung.

Absagen und Einschränkungen

Viele Veranstaltungen fallen aus: Der Flohmarkt am Kranoldplatz in Neukölln ist abgesagt, die Zentral- und Landesbibliothek Berlin sagt alle Veranstaltungen ab. Die preußischen Schlösser schließen bereits um 13 Uhr, der Fährbetrieb zur Pfaueninsel wird eingestellt. Auch der Sommer-Empfang der Evangelischen Kirche wurde abgesagt. In Charlottenburg-Wilmersdorf bleiben die Kleine Orangerie und die Kommunale Galerie geschlossen.

Die BVG fährt U-Bahnen mit maximaler Wagenzahl, um Überfüllung zu vermeiden, und verteilt Wasser an Fahrer. Die Berliner Wasserbetriebe melden einen Spitzenverbrauch von 49 Millionen Litern Wasser pro Stunde.

Hitze im Alltag – Tipps und Maßnahmen

Die Polizei erhöht ihre Präsenz in der Stadt. In Kreuzberg schützen Bewohner ihre Wohnungen mit Rettungsdecken. Ventilatoren und Klimageräte sind in vielen Baumärkten ausverkauft. Die Berliner Wasserbetriebe weisen auf 250 Trinkbrunnen und über 600 Refill-Stationen hin. Der U-Bahnhof Brandenburger Tor gilt mit 24,5 Grad als einer der kühlsten.

Die Klimagruppe Fridays for Future ruft für Sonntag zu einer spontanen Hitzedemo im Invalidenpark auf. Die Schulen reagieren mit hitzefrei oder verkürztem Unterricht.

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