Es war knapp. Viel fehlte nicht und der Babelsberger Lokzirkus wäre der Abrissbirne zum Opfer gefallen. Die Genehmigung habe bereits vorgelegen, erinnerte sich Unternehmer Jürgen Wowra am Dienstag vor Ort. Vor rund zehn Jahren hatte er mit seiner Firma Paranet das marode Gebäude mit dem markanten sechseckigen Grundriss übernommen. Nach einigen Wendungen und Verzögerungen erstrahlt der historische Industriebau nun in neuem Glanz.
Sanierung mit Original-Backsteinen
Bei der Sanierung des ehemaligen Lokomotivbau-Unternehmens Orenstein & Koppel wurden zehntausende originale Backsteine wiederverwendet. Dies unterstreicht den hohen Wert, der auf den Erhalt des historischen Erbes gelegt wurde. Das Gebäude, einst als Lokzirkus bekannt, hat nun einen neuen Nutzer gefunden: das Potsdamer Hauptzollamt.
Feierliche Eröffnung
Am Dienstag feierte das Hauptzollamt die Eröffnung in den sanierten Räumlichkeiten. Zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft waren anwesend, um diesen Meilenstein zu würdigen. Die Behörde wird künftig in dem denkmalgeschützten Bau arbeiten, der durch seine sechseckige Form und die industrielle Architektur besticht.
Rettung vor dem Abriss
Dass der Lokzirkus überhaupt noch steht, ist dem Engagement von Jürgen Wowra und seiner Firma Paranet zu verdanken. Vor rund zehn Jahren übernahm er das stark verfallene Gebäude, nachdem Abrisspläne bereits weit fortgeschritten waren. Trotz vieler Hürden und Verzögerungen gelang es, das Bauwerk zu retten und einer neuen Nutzung zuzuführen.
Bedeutung für Babelsberg
Die Sanierung des Lokzirkus ist ein wichtiges Signal für den Stadtteil Babelsberg. Der Erhalt historischer Industriebauten trägt zur Identität und zum kulturellen Erbe der Region bei. Das Hauptzollamt als neuer Nutzer belebt das Areal und schafft Arbeitsplätze vor Ort. Die Wiederverwendung der Original-Backsteine ist ein Beispiel für nachhaltiges Bauen und Denkmalschutz.



