Halle. Ein Jahr nach seinem Amtsantritt als Oberbürgermeister von Halle blickt Alexander Vogt auf Erfolge und Rückschläge zurück. Im Gespräch mit MDR SACHSEN-ANHALT betonte er die Herausforderungen bei der Finanzierung des geplanten Zukunftszentrums. „Die Finanznot ist real. Wir müssen genau prüfen, ob die Mittel ausreichen“, warnte Vogt.
Als Erfolge des ersten Jahres nannte Vogt die Rettung des Eisenbahnmuseums, die Ansiedlung des Pharmakonzerns Novartis und die Wiederbelebung der alten Kaufhof-Gebäude. „Die Wiederbelebung alter Kaufhof-Immobilien gelingt nicht allen Städten“, so Vogt.
Ein Tiefschlag war die Affäre um seinen ehemaligen persönlichen Referenten Achmed Großer, gegen den wegen Urkundenfälschung und Anstellungsbetrug ermittelt wird. Vogt zeigte sich enttäuscht und kündigte an, künftig kritischer bei der Auswahl seiner Mitarbeiter zu sein. „Ich muss noch kritischer sein mit Menschen, mit denen ich mich umgebe“, sagte er.
Trotz der Kritik aus dem Stadtrat an Großer betonte Vogt, dass er die Warnungen geprüft habe. „Wir haben geprüft und kamen zum Ergebnis, dass alles korrekt war“, erklärte er. Die Affäre habe ihn jedoch schwer getroffen.
Vogt kündigte an, sich weiterhin für die Stadt einzusetzen, auch wenn Widerstände in der Verwaltung zu erwarten seien. „Man muss so lange nachfragen, bis das Gegenüber keine Lust mehr hat, Nein zu sagen“, so der OB.



