Einen Tag nach der mutmaßlichen Amoktat am Gymnasium Schongau in Oberbayern hat Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) die Schule besucht und der Schulfamilie jede erdenkliche Unterstützung zugesichert. Besonders lobte sie die beiden Lehrkräfte, die den mutmaßlichen Täter überwältigten, sowie die Schülerinnen und Schüler, die den beiden schwer verletzten Mädchen sofort zur Hilfe eilten.
Ministerin: Schüler haben Mädchen wohl das Leben gerettet
„Eines der Mädchen wäre sehr wahrscheinlich verblutet, wenn sie das nicht gemacht hätten. Also die haben ihr wahrscheinlich das Leben gerettet“, sagte Stolz der Deutschen Presse-Agentur. „Das sind echte Helden für mich.“ Die Ministerin zeigte sich tief betroffen von der Tat: „Ich bin zutiefst schockiert und bestürzt über diese schreckliche Tat, und meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen, bei den schwer verletzten Schülerinnen, denen ich von ganzem Herzen vollständige Genesung wünsche.“
Unterstützung jetzt und im kommenden Schuljahr
Stolz traf sich an der Schule zu einem Gespräch mit Schulleitung, Lehrkräften und Eltern. Sie sagte der Schulfamilie jede Unterstützung zu, die jetzt benötigt werde, aber auch darüber hinaus, insbesondere im nächsten Schuljahr. „Weil es sehr viel Zeit brauchen wird, diese unfassbare Tat in der Schulfamilie aufzuarbeiten.“ Diese Zusage gelte nicht nur für das Gymnasium, sondern für alle Schulen auf dem Campus in Schongau.
Kriseninterventionsteam vor Ort
„Aktuell haben wir hier ein Kriseninterventionsteam von uns vor Ort, vor allem zur psychologischen Beratung“, berichtete Stolz. „Und wir werden im kommenden Schuljahr dann, wenn nötig, der Schulfamilie des Gymnasiums, aber eben auch der anderen Schulen auf dem Campus, weiteres Personal zur Verfügung stellen.“ Die Ministerin betonte: „Wir stehen hier als Schulfamilie eng zusammen mit den Lehrkräften und mit den Schülern.“ Sie dankte den Einsatzkräften, der Schulfamilie und der Schulleitung, die in dieser schwierigen Situation professionell gehandelt hätten.



